16 April 2026, 12:34

23-Millionen-Neubau für Ibbenbürener Hauptschule trotz nur fünf angemeldeten Schülern

Einfahrt zu einer Schule mit einem "Schule"-Schild, Fahrzeuge auf der Straße, ein Torbogen, ein Tor, eine Namensplakette, Pflanzen, Bäume, Strommasten mit Drähten und eine bewölkte Himmel im Hintergrund.

23-Millionen-Neubau für Ibbenbürener Hauptschule trotz nur fünf angemeldeten Schülern

Ibbenbürens Gemeinschafts-Hauptschule erhält bis 2030 ein neues Gebäude für 23 Millionen Euro

Trotz extrem niedriger Schülerzahlen – für das Schuljahr 2025/2026 sind bisher nur fünf Kinder angemeldet – soll die Gemeinschafts-Hauptschule in Ibbenbüren bis 2030 einen Neubau für 23 Millionen Euro erhalten. Die meisten lokalen Parteien unterstützen das Vorhaben, obwohl immer mehr Eltern für ihre Kinder den Besuch eines Gymnasiums bevorzugen.

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Aktuell ist die Schule auf zwei Standorte verteilt, an denen unterschiedliche Jahrgangsstufen unterrichtet werden. Zu den Schülern zählen Geflüchtete, Quereinsteiger von anderen Schulen sowie Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Der Neubau soll die beiden Standorte zusammenführen.

Die Hauptschule ist zwar als "inklusive Lernschule" zertifiziert, räumt aber Schwächen ein – etwa bei der Bewältigung von Unterrichtsstörungen und der individuellen Anpassung des Tempos an verschiedene Lernfortschritte. Eltern fordern längere gemeinsame Lernphasen und möchten, dass auch langsamer lernende Schüler die Möglichkeit erhalten, an der Schule das Abitur abzulegen.

Die geringen Anmeldezahlen erklären sich unter anderem damit, dass viele Familien Gymnasien den Vorzug geben – oft aus Gründen des sozialen Prestiges. Zwar wird jährlich mit Nachmeldungen gerechnet, doch bleiben die Zahlen minimal.

Vor Ort gibt es neben der Hauptschule zwei Gymnasien – eines in städtischer Trägerschaft, eines katholisch –, eine Realschule sowie eine Gesamtschule mit auf vier Züge pro Jahrgangsstufe begrenztem Angebot. Der Neubau soll vor allem Platzprobleme lösen, doch wie sich die Schülerzahlen entwickeln, bleibt ungewiss.

Das 23-Millionen-Projekt geht mit breiter politischer Unterstützung voran, nur eine Partei lehnt es ab. Die Schule wird auch künftig eine heterogene Schülerschaft betreuen, darunter Geflüchtete und Kinder mit Förderbedarf. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant – unabhängig von der aktuellen Entwicklung der Anmeldezahlen.

Quelle