05 May 2026, 12:34

A59-Bau startet trotz Proteste: Warum Anwohner um ihr Zuhause kämpfen

Menschen protestieren auf einer Straße und halten Plakate, mit Gebäuden, Bäumen, Laternenmasten und dem Himmel im Hintergrund.

A59-Bau startet trotz Proteste: Warum Anwohner um ihr Zuhause kämpfen

Bau der umstrittenen A59 beginnt – trotz massivem Widerstand der Anwohner

Trotz heftiger Proteste aus der Bevölkerung hat der Bau eines lange verzögerten Abschnitts der Autobahn A59 begonnen. Das Projekt sieht eine 6,7 Kilometer lange Erweiterung vor, die Anwohner fürchten jedoch Lärm, Luftverschmutzung und meterhohe Schallschutzwälle direkt vor ihren Haustüren. Besonders im Duisburger Stadtteil Meiderich formiert sich Widerstand – hier könnte die Autobahn auf bis zu 46 Meter verbreitert werden.

Der offizielle Startschuss fiel mit einer symbolischen Grundsteinlegung auf einer maroden Brücke. Die Stadt hatte wiederholt eine Alternative gefordert: einen Tunnel statt einer offenen Trasse. Begründet wurde dies mit geringerer Lärmbelastung und weniger Beeinträchtigungen für die Anwohner.

Die Autobahn GmbH lehnte den Tunnelvorschlag jedoch ab und berief sich auf eine Machbarkeitsstudie, laut der gefährliche Güter und Schwerlastverkehr die Röhre nicht sicher passieren könnten. Zudem warnte die Behörde vor Mehrkosten von 2,3 Milliarden Euro und jahrelangen Bauverzögerungen. Als Kompromiss wurden Lärmschutzwände vorgeschlagen – doch Kritiker wie der Verkehrsexperte Link warnen, diese könnten den Anwohnern stundenlang das Tageslicht nehmen.

Die Stadt kündigte nun rechtliche Schritte an und wies die Bedenken der Autobahn GmbH als unbegründet zurück. Währenddessen treibt der Bund das Projekt in der geplanten Form voran – die Fronten zwischen Bürgern, Kommunalpolitik und Bundesbehörden bleiben verhart.

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Die Erweiterung der A59 bleibt hochumstritten, die Proteste in Meiderich reißen nicht ab. Sollte die Autobahn wie vorgesehen als 46 Meter breite Trasse direkt an Wohnhäusern vorbeiführen, könnten selbst Lärmschutzmaßnahmen die Konflikte nicht entschärfen. Klagen der Stadt könnten das Vorhaben noch verzögern – oder sogar grundlegend ändern.

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