08 June 2026, 14:34

Apotheker kämpft gegen 87.000-Euro-Rückforderung der AOK – Prozess dauert bis 2028

90.000 Euro Strafe: 'Wir Hätten Die Tabletten Zählen Sollen'

Apotheker kämpft gegen 87.000-Euro-Rückforderung der AOK – Prozess dauert bis 2028

Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, sieht sich mit einer Rückforderung von fast 90.000 Euro konfrontiert. Der Streit dreht sich um zwei hochpreisige Medikamente, die er einem Patienten auf Basis gültiger Rezepte abgegeben hat. Die Krankenkasse AOK Nordwest hat die Erstattung vollständig zurückgefordert – Fehske hat daraufhin rechtliche Schritte eingeleitet.

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Die Rückforderung begründet die AOK mit dem Vorwurf, Fehske habe eine „unwirtschaftliche Überversorgung“ mit Arzneimitteln nicht verhindert. Die Kasse argumentiert, er hätte die Anzahl der Tabletten im Voraus prüfen müssen, um eine übermäßige Abgabe zu vermeiden. Ein solcher Verstoß verletze ihrer Ansicht nach die Apothekenbetriebsordnung.

Fehske hat die Entscheidung vor Gericht angefochten; die Klage beläuft sich mittlerweile auf über 87.000 Euro. Sein Fall war bereits Gegenstand einer Anhörung im Landtag von Nordrhein-Westfalen, wo sowohl die Krankenkasse als auch ihre Aufsichtsbehörde die Rückforderung verteidigten. Mit mündlichen Verhandlungen im Rechtsstreit ist jedoch erst 2028 zu rechnen.

Der langwierige Konflikt hat Fehske stark belastet. Er gibt an, dass seine Motivation für den Beruf schwer gelitten habe. Trotz gültiger Rezepte für beide Medikamente hat die finanzielle Sanktion ihn verunsichert – sowohl beruflich als auch in Bezug auf seine Zukunft als Apotheker.

Das Urteil in Fehskes Klage wird entscheiden, ob die Rückforderung in Höhe von 87.000 Euro Bestand hat. Bis dahin arbeitet der Apotheker unter dem finanziellen und beruflichen Druck des Streits weiter. Eine endgültige Klärung steht jedoch noch in weiter Ferne: Die Gerichtsverhandlungen sind erst für 2028 angesetzt.

Quelle