Aus Müllhalde wird Ökostrom: Solarpark auf stillgelegter Deponie in Ahaus geplant
Songül EigenwilligAus Müllhalde wird Ökostrom: Solarpark auf stillgelegter Deponie in Ahaus geplant
Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Standort eines großen Solarparks
Eine stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte soll in einen großen Solarpark umgewandelt werden. Das vom Kreis Borken genehmigte Projekt zielt darauf ab, die brachliegende Fläche in eine Quelle erneuerbarer Energien zu verwandeln. Zudem prüfen die Verantwortlichen, ob am selben Standort auch Speichermöglichkeiten für überschüssigen Windstrom geschaffen werden können.
Die Deponie wurde Ende 2008 geschlossen und lag seitdem fast 17 Jahre lang brach. Aufgrund der noch immer nachsackenden Bodenverhältnisse war eine herkömmliche Bebauung schwierig, doch für Solarmodule ist das Gelände ideal geeignet. Der Kreis Borken und die Stadt Ahaus, die das Gelände gemeinsam besitzen, haben nun grünes Licht für den Bau des großflächigen Solarparks gegeben.
Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWG) wird das Projekt leiten. Um staatliche Fördergelder zu erhalten, muss der Solarpark bis Mitte 2025 vollständig in Betrieb sein. Neben der Erzeugung sauberer Energie könnte die Initiative auch die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie senken – was langfristig zu niedrigeren Müllgebühren für die Anwohner führen könnte.
Zusätzlich zum Solarpark wird der Standort als möglicher Standort für großtechnische Energiespeicher geprüft. Dadurch ließe sich überschüssiger Windstrom zwischenspeichern und die Effizienz der erneuerbaren Energien in der Region steigern.
Der Solarpark gibt einer lange ungenutzten Deponie eine neue Bestimmung und entlastet gleichzeitig die kommunalen Haushalte. Wird das Projekt termingerecht fertiggestellt, sichert es nicht nur Fördermittel, sondern unterstützt auch die Pläne für eine breitere Energiespeicherung. Es handelt sich um einen konkreten Schritt hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung in der Region.