25 March 2026, 02:30

Baden-Baden ehrt Nijinsky mit Ausstellung und Ballettfestival im Oktober 2024

Plakat für eine 1909er Pariser Ballettvorstellung mit dem Titel "Saison Russe", das eine gemalte Figur in einer anmutigen Pose zeigt, mit "Opera et Ballet" in fetter Schrift darüber.

Baden-Baden ehrt Nijinsky mit Ausstellung und Ballettfestival im Oktober 2024

Baden-Baden feiert das Erbe von Wasslaw Nijinsky und den Ballets Russes mit einer großen Ausstellung und einem Ballettfestival

Ab dem 3. Oktober zeigt die Ausstellung "Mythos Wasslaw Nijinsky" das bahnbrechende Schaffen des Tänzers – darunter Skizzen zu seinem unvollendeten Bach-Ballett. Parallel findet das Festival "Die Welt des John Neumeier" statt, das mit Aufführungen und seltenen Exponaten der Ballettgeschichte aufwartet.

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Im August 1913 logierte Nijinsky im Grandhotel Stephanie (heute Brenners Parkhotel & Spa), wo er mit Sergei Djagilew an einem von Bach inspirierten Ballett arbeitete. Obwohl das Projekt nie vollendet wurde, entstanden Entwürfe für drei Sätze: ein Adagio aus dem Violin-Konzert in C-Dur (BWV 1041), die Ciaccona aus der Partita in d-Moll (BWV 1004) und die erste Gavotte aus der Partita in E-Dur (BWV 1006). Zur selben Zeit präsentierte Anna Pawlowa, ein weiterer Star der Ballets Russes, in Baden-Baden ihren legendären "Sterbenden Schwan".

Über ein Jahrhundert später präsentiert das Stadtmuseum Baden-Baden ab dem 3. Oktober eine Auswahl aus John Neumeiers Tanz- und Ballettsammlung. Neumeier, der Nijinsky als den "größten Visionär der Ballettkunst" bezeichnet, zeigt zudem sein eigenes Ballett "Nijinsky" am 3., 4. und 5. Oktober in der Festspielhaus-Bühne. Das gesamte Festival (2. bis 12. Oktober) widmet sich Neumeiers Einfluss auf das moderne Ballett.

Nijinsky und die Ballets Russes revolutionierten in den frühen 1900er-Jahren die Spitzentanz-Technik. Ihre Innovationen setzten neue Maßstäbe für Ausdruckskraft und Präzision und prägten die Tanzgeschichte nachhaltig.

Die Ausstellung und das Festival beleuchten Nijinskys kreativen Prozess und sein Vermächtnis. Besucher erwarten originale Skizzen, Aufführungen und seltene Stücke aus Neumeiers Sammlung. Die Veranstaltungen im Oktober bieten einen tiefen Einblick in das Schaffen einer der prägendsten Figuren des Balletts.

Quelle