Bergisch Gladbach plant 2026 neue Radwege und Straßenprojekte trotz Personalmangel
Harro PohlBergisch Gladbach plant 2026 neue Radwege und Straßenprojekte trotz Personalmangel
Ausschuss für Mobilität und Verkehr in Bergisch Gladbach beschließt Straßen- und Radprojekte für 2026
Der Ausschuss für Mobilität und Verkehr in Bergisch Gladbach hat eine Reihe von Straßen- und Radverkehrsprojekten für das Jahr 2026 verabschiedet. Die Beschlüsse fielen während einer Sitzung, die von anhaltendem Personalmangel im städtischen Verkehrsmanagement überschattet wurde. Zu den zentralen Vorhaben zählen neue Radwege, Straßenverbreiterungen sowie Anpassungen im ÖPNV-Netz.
Einstimmig unterstützte der Ausschuss zwei Anträge, die Ersatzlösungen für die Buslinie S11 sichern sollen. Beide Initiativen fordern Kreis und Stadt auf, sicherzustellen, dass Fahrgäste während künftiger Umstellungen keine Einschränkungen hinnehmen müssen.
Ein Schwerpunkt lag auf der Paffrather Straße, wo zwischen Reuterstraße und Stationsstraße geschützte Radspuren entstehen sollen. Zudem erhielt der CDU-Vorschlag zur Verbreiterung der Straße Auf der Kaule in Refrath und zur Aufhebung der Einbahnregelung grünes Licht – ein Schritt, der vor allem die Zufahrt für Lkw verbessern soll.
Für die Buchholzstraße entschied sich das Gremium für Option 1: Die bestehende Verkehrsführung bleibt erhalten, wird jedoch um kleinere radverkehrsfreundliche Maßnahmen ergänzt. Bürgermeisterstellvertreter Ragnar Migenda räumte ein, dass ein geplanter Radweg am Hasenweg nach einer gerichtlichen Blockade des Vorhabens nicht umgesetzt wird.
Das Maßnahmenprogramm 2026–2028 wurde finalisiert, wobei zunächst nur die Projekte für 2026 feststehen. Die Sanierung der Leverkuser Straße beginnt erst Mitte 2027 – die Arbeiten wurden bis dahin verschoben. Darüber hinaus setzten sich SPD und Grüne für Änderungen am Entwurf der Stadt für die Radinfrastruktur am Lerbacher Weg ein.
Personelle Engpässe bleiben eine Herausforderung: Aktuell ist die einzige Fachkraft im Bereich der statischen Verkehrssteuerung abwesend. Der Mangel bremst sowohl Instandhaltungsarbeiten als auch neue Vorhaben aus.
Die beschlossenen Maßnahmen werden das Verkehrsnetz in Bergisch Gladbach in den kommenden zwei Jahren prägen. Radwege, Straßenausbau und Sicherungen von Busverbindungen stehen nun zur Umsetzung an – Verzögerungen bleiben jedoch aufgrund der knappen Personaldecke möglich. Die Projekte für 2026 haben Priorität, weitere Pläne hängen von Personal und Finanzierung ab.






