Bergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen im Industriegebiet West mit neuem Vorkaufsrecht
Cynthia MatthäiBergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen im Industriegebiet West mit neuem Vorkaufsrecht
Bergisch Gladbach hat eine neue Verordnung vorgeschlagen, um Gewerbeflächen im Industriegebiet West langfristig zu sichern. Die Maßnahme würde der Stadt ein Vorkaufsrecht für ein 18,8 Hektar großes Areal einräumen, zu dem auch das Gelände von Saint-Gobain Isover gehört.
Der Entwurf betrifft Teile des Industriegebiets West zwischen der Innenstadt und Gronau, darunter das Isover-Gelände, Bereiche in der Nähe der Britannia Hütte sowie die Hermann-Löns-Straße. Die Stadt möchte so die langfristige Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Nähe des Bahnhofs absichern.
Saint-Gobain Isover hat in den vergangenen Jahren erhebliche Veränderungen in der Belegschaft erlebt: Die Zahl der Beschäftigten sank von 220 auf 60, bevor sie leicht auf 75 anstieg. Trotz dieser Entwicklungen plant das Unternehmen keinen Verkauf des Geländes und investiert weiterhin vor Ort.
Die Verordnung würde Bergisch Gladbach ermöglichen, das 11 Hektar große Isover-Areal bei Bedarf zu erwerben. Das zentral gelegene Gelände ist etwa halb so groß wie das Zanders-Areal. Stadtvertreter bezeichnen den Vorschlag als vorsorgliche Maßnahme, um wichtige Gewerbeflächen für das künftige Wirtschaftswachstum zu erhalten.
Ziel der Initiative ist es, arbeitsintensive Industrien anzuziehen und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Gleichzeitig soll damit wertvolles Bauland für die wirtschaftliche Entwicklung in einem zentralen Stadtbereich gesichert werden. Der Entwurf wird derzeit von den lokalen Behörden geprüft.






