Betrügerische Briefe an Besitzer von Balkon-Solaranlagen: Bundesnetzagentur warnt vor Fälschungen
Cynthia MatthäiBetrügerische Briefe an Besitzer von Balkon-Solaranlagen: Bundesnetzagentur warnt vor Fälschungen
Bundesnetzagentur warnt vor gefälschten Schreiben an Besitzer von Mini-Solaranlagen
Die Bundesnetzagentur hat die Öffentlichkeit vor betrügerischen Briefen gewarnt, die sich an Besitzer kleiner Photovoltaik-Anlagen – sogenannte „Balkon-Solaranlagen“ – richten. Die gefälschten Schreiben fordern Zahlungen für angeblich nicht angemeldete Anlagen. Die Behörden bestätigten, dass es sich um Fälschungen handelt, und rufen die Empfänger dazu auf, aktiv zu werden.
Bei dem Betrug handelt es sich um Briefe, die vortäuschen, von der Bundesnetzagentur zu stammen. Darin wird den Empfängern vorgeworfen, ihre Solaranlagen nicht im Marktstammdatenregister eingetragen zu haben. Die gefälschten Schreiben verlangen zudem die Abgabe eines jährlichen EEG-Berichts – eine tatsächliche Pflicht gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
Die Betrüger verlangen eine „Strafe“ von 41,60 Euro und drohen mit einer Erhöhung auf 208 Euro, falls die Summe nicht innerhalb von 14 Tagen beglichen wird. Zwar können bei nicht angemeldeten Anlagen tatsächlich Bußgelder anfallen, doch die Behörde weist auf mehrere Ungereimtheiten hin: Falsche Absenderadressen, Telefonnummern und E-Mail-Angaben entlarven die Schreiben als Fälschungen.
Die Bundesnetzagentur rät allen, die solch einen Brief erhalten, die Zahlungsaufforderung zu ignorieren. Stattdessen sollten Betroffene den Vorfall bei der Polizei anzeigen. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Besitzer von Balkon-Solaranlagen ihre Anlage innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme registrieren müssen. Zudem sind jährliche Zählerstände zu übermitteln, um die Einspeisevergütung zu erhalten.
Die Betrüger nutzen die Verunsicherung rund um die Meldepflichten aus, um Besitzer von Solaranlagen zu täuschen. Die Bundesnetzagentur betont, dass es sich bei den Schreiben nicht um offizielle Post handelt. Empfänger sollten verdächtige Briefe überprüfen und Betrugsversuche umgehend bei den Strafverfolgungsbehörden melden.






