Deutschlandticket wird teurer – doch die Beliebtheit bleibt ungebrochen
Cynthia MatthäiDeutschlandticket wird teurer – doch die Beliebtheit bleibt ungebrochen
Preiserhöhung beim Deutschlandticket: Trotz Teuerung bleibt der bundesweite Nahverkehrspass beliebt
Zum Jahresbeginn 2025 ist das Deutschlandticket, der bundesweite Nahverkehrspass, teurer geworden. Das seit dem 1. Mai 2023 angebotene Abo stieg um etwa 18 Prozent auf 58 Euro pro Monat. Damit ermöglicht es weiterhin unbegrenzte Fahrten in Bussen und Regionalzügen, langstreckige Fernverkehrsangebote wie ICE oder IC sind jedoch weiterhin ausgenommen.
Noch vor der Preiserhöhung hatten Umfragen eine hohe Preissensibilität der Nutzer gezeigt. Trotz der Anpassung blieb ein größerer Kündigungsansturm jedoch aus – der Pass erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.
Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ging die Nutzung zu Beginn des Jahres 2025 zunächst um etwa fünf Prozent zurück. Doch bereits im April erreichte die Zahl der Fahrgäste mit 1,73 Millionen einen neuen Höchststand. Gleichzeitig reformierte der VRR im März 2025 sein Tarifsystem: Fünf Ticketarten wurden abgeschafft, und die Zahl der Tarifzonen wurde reduziert.
Im Westfalentarif verzeichnete das klassische Deutschlandticket im ersten Quartal 2025 einen Rückgang von acht Prozent. Die Nachfrage nach den Schul- und Semestervarianten blieb hingegen stabil. Andere Verbünde wie der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und der Aachener Verkehrsverbund (AVV) hoben ihre Preise zum Jahresstart um durchschnittlich 5,9 Prozent bzw. 5,75 Prozent an.
Da das Deutschlandticket monatlich kündbar ist, bietet es Nutzern Flexibilität. Mit nun 58 Euro im Monat zieht es weiterhin viele Fahrgäste an. Die Reformen und Tarifanpassungen haben seine grundsätzliche Attraktivität bisher nicht spürbar geschmälert.
