Die Linke im Rhein-Berg-Kreis startet mit neuem Führungsteam durch
Die Linke im Rhein-Berg-Kreis und in Bergisch Gladbach hat einen tiefgreifenden Führungswechsel vollzogen. Der langjährige Funktionär Tomás Santillán trat nach Jahren des Einflusses zurück und beendete damit eine Ära. Auf dem jüngsten Parteitag wurden neue Gesichter präsentiert und langjährige finanzielle Streitigkeiten thematisiert.
Santillán hatte die Partei über Jahre geführt, sah sich jedoch zunehmend mit Kritik an seinem exzentrischen Verhalten und finanziellen Fehlmanagement konfrontiert. Statt an der regionalen Versammlung teilzunehmen, reichte er eine ausführliche Pressemitteilung als „Bericht des Vorstands“ ein. Die Sitzungsleitung lehnte seinen Rechenschaftsbericht wegen formaler und inhaltlicher Mängel ab.
Während des Parteitags übernahm Santillán die politische Verantwortung für das finanzielle Chaos und schlug vor, den alten Vorstand nicht von seiner Haftung zu entbinden. Sein Rücktritt erfolgte gemeinsam mit den beiden Co-Vorsitzenden Sylke Heisterhagen und Hale Bagherzadeh, die ebenfalls ihre Ämter niederlegten.
Die Partei wählte mit großer Zustimmung eine neue Führung. Kolja Pfeiffer und Iwona Winterscheid wurden mit deutlicher Mehrheit zu den neuen Co-Vorsitzenden gewählt, Marcel Scharge einstimmig zum Schatzmeister. Pfeiffer bestätigte später, dass die ehemaligen Vorstandsmitglieder nicht von ihrer Verantwortung freigesprochen würden.
Die Linke geht nun mit einer frischen Führung aus einer Phase innerparteilicher Konflikte hervor. Die neuen Co-Vorsitzenden und der Schatzmeister übernehmen das Amt mit dem Auftrag, die Organisation zu stabilisieren. Im Zuge des Führungswechsels werden finanzielle und strukturelle Reformen erwartet.






