15 May 2026, 08:41

Dystopischer Roman "Wir nicht" entfacht Debatte über reproduktive Rechte in Bottrop

Gruppe von Menschen, die eine 'Solidarität und Feminismus'-Schlagzeile tragen, mit geparkten Fahrzeugen, Gebäuden, einer Schüsselantenne und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Dystopischer Roman "Wir nicht" entfacht Debatte über reproduktive Rechte in Bottrop

Veranstaltung im Film Forum der VHS Bottrop: Debatte über reproduktive Rechte

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Eine kürzliche Veranstaltung im Film Forum der Volkshochschule (VHS) Bottrop brachte Leser:innen und Aktivist:innen zusammen, um über reproduktive Rechte zu diskutieren. Am 26. September 2025 stellte die Autorin Nora Burgard-Arp ihren dystopischen Roman „Wir nicht“ vor – passend zum „Safe Abortion Day“ am 28. September. Der Abend umfasste eine Lesung, eine Buchsignierstunde und eine lebhafte Debatte über die politische Verantwortung beim Schutz der Frauenrechte.

Nora Burgard-Arps Debütroman „Wir nicht“ entwirft eine düstere Zukunft, in der die reproduktiven Freiheiten von Frauen drastisch eingeschränkt sind. Die Geschichte folgt Mathilda, einer jungen Frau, die über Ungerechtigkeiten schweigt – bis eine ungewollte Schwangerschaft sie zum Handeln zwingt. Angesichts unterdrückerischer Gesetze ergreift sie radikale Maßnahmen, um die Kontrolle über ihren eigenen Körper zurückzugewinnen.

Die Veranstaltung im Film Forum der VHS Bottrop begann mit einer Lesung zentraler Passagen durch Burgard-Arp. Im Anschluss entwickelte sich eine engagierte Diskussion darüber, wie die Gesellschaft verhindern kann, dass eine solche Dystopie Wirklichkeit wird. Zudem gab es eine Signierstunde; Exemplare von „Wir nicht“ wurden von der Bottroper Humboldt-Buchhandlung bereitgestellt.

Burgard-Arps Roman fügt sich in die aktuellen Debatten über Abtreibungsgesetze in Deutschland ein, wo der Schwangerschaftsabbruch seit 1871 im Strafrecht geregelt ist. Das Bottroper Gleichstellungsbüro setzt sich weiterhin für Reformen ein, während der „Safe Abortion Day“ – jährlich am 28. September – sichere Abtreibung als grundlegendes medizinisches Recht einfordert. Darüber hinaus bietet die Autorin auf Einladung von Lehrkräften auch kostenlose Schullesungen an.

Die Diskussion in der VHS Bottrop unterstrich die Dringlichkeit, reproduktive Rechte zu schützen. Burgard-Arps Roman dient dabei sowohl als Warnung als auch als Aufruf zum Handeln – er fordert Leser:innen auf, über bestehende Gesetze und ihre möglichen Folgen nachzudenken. Mit dem nahenden „Safe Abortion Day“ betonte die Veranstaltung die Notwendigkeit kontinuierlichen Engagements und politischer Reformen.

Quelle