Edeltraut Müller erhält Bundesverdienstorden für ihr soziales Lebenswerk
Harro PohlEdeltraut Müller erhält Bundesverdienstorden für ihr soziales Lebenswerk
Edeltraut Müller mit höchster ziviler Auszeichnung Deutschlands geehrt
Für ihr lebenslanges Engagement im sozialen Bereich ist Edeltraut Müller mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Am 28. November 2025 überreichte ihr Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen die Ehrung. Die Auszeichnung würdigt ihre jahrzehntelange Arbeit für benachteiligte Menschen in der Stadt.
Müllers berufliche Laufbahn im Sozialwesen begann als Krankenschwester im Essener Philippusstift. Bevor sie in den Ruhestand ging, wirkte sie zudem als Ordensschwester in Münster. Später prägte sie als Leiterin das Caritas Stift St. Lambertus in Rellinghausen und führte dort eine bahnbrechende Neuerung ein: Sie ermöglichte den Bewohnerinnen und Bewohnern die Haltung von Haustieren – eine Premiere in Essener Pflegeheimen.
2014 schloss sie sich ehrenamtlich dem Projekt Wünschewagen an, das sterbenskranken Menschen letzte Wünsche erfüllt. Müller begleitete persönlich über 100 dieser Fahrten. Drei Jahre später übernahm sie eine neue Aufgabe bei der St. Ludgeri Stiftung in Essen-Werden. Dort arbeitete sie am Empfang, organisierte Veranstaltungen und sprang oft kurzfristig ein – selbst an Heiligabend.
Ihr Einsatz blieb nicht unbemerkt: 2024 ehrte sie das Portal unsere stadt mit dem Essener Ehrentaler für ihr Wirken bei der St. Ludgeri Stiftung. Nun würdigt der Verdienstorden offiziell ihren Einfluss auf unzählige Menschenleben. Die Auszeichnung feiert Müllers Engagement in der Pflege, Hospizarbeit und gemeinnützigen Unterstützung. Ihr Wirken hat Essens Sozialwesen nachhaltig geprägt – die Zeremonie unterstreicht, wie persönlicher Einsatz das lokale Wohl über Jahre hinweg gestalten kann.






