Essen setzt auf riesigen Solar-Carport und beschleunigt Ausbau der Freiflächen-Photovoltaik
Harro PohlEssen setzt auf riesigen Solar-Carport und beschleunigt Ausbau der Freiflächen-Photovoltaik
Essen treibt den Ausbau von Freiflächen-Solarenergie als Teil seiner Klimastrategie voran. Die Stadt hat fast 30.000 potenzielle Standorte für Photovoltaik(PV)-Anlagen identifiziert, doch nur eine Handvoll davon wird tatsächlich umgesetzt. Zudem soll Ende 2026 der Bau eines großen Solar-Carports auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen beginnen.
Im März 2026 erhielt der Essener Stadtrat die finale Umsetzungsstrategie für bodengestützte PV-Systeme. Von 29.840 geprüften Teilflächen schieden die meisten aufgrund konkurrierender kommunaler Projekte oder unzureichender Netzanbindungen aus. Sechs Standorte wurden nun für eine vertiefte Prüfung vorselektiert.
Ein zentrales Vorhaben ist der Solar-Carport auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen, der eine Fläche von etwa 19 Hektar umfassen wird. Die Anlage soll rund 25.000 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 11 Megawatt Peak (MWp) beinhalten. Nach Inbetriebnahme wird sie voraussichtlich jährlich 11.000 Megawattstunden (MWh) Strom erzeugen und damit den CO₂-Ausstoß um etwa 5.000 Tonnen reduzieren.
Die Maßnahmen der Stadt stehen im Einklang mit dem Nachhaltigen Energie- und Klimaschutzaktionsplan (SECAP) Essens sowie den Zielen der Bundesregierung für erneuerbare Energien gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 (EEG 2023). Die Verwaltung wird die Fortschritte weiterhin begleiten und den Rat regelmäßig informieren.
Der Baubeginn für den Solar-Carport der Messe Essen ist für den Herbst 2026 vorgesehen. Die ausgewählten Flächen in Kombination mit laufenden Anpassungen des Plans sollen die Kapazitäten für erneuerbare Energien im Sinne der Essener Klimaziele stärken. Weitere Bewertungen werden die endgültigen Standorte für den Bau von Solarparks bestimmen.






