Fachkräftemangel bei Medizinischen Fachangestellten bricht überraschend ein
Adelinde WalterFachkräftemangel bei Medizinischen Fachangestellten bricht überraschend ein
Akuter Mangel an Medizinischen Fachangestellten in Deutschland hat sich drastisch entspannt
Im dritten Quartal 2025 sank die Zahl der unbesetzten Stellen für Medizinische Fachangestellte (MFA) um 88 Prozent im Vergleich zum Beginn des Jahres. Eine neue Studie beleuchtet diesen plötzlichen Wandel nach Jahren steigender Vakanzen in der Branche.
Noch vor diesem Rückgang hatte sich der Fachkräftemangel in diesem Bereich massiv verschärft. 2024 blieben über 54.000 Stellen unbesetzt – ein Anstieg um 20 Prozent gegenüber 2023. Damit lag die Zahl der offenen MFA-Positionen sogar über den Vakanzen in der Pflege (rund 50.000) und in Therapieberufen wie der Physiotherapie (etwa 15.000). Hohe Arbeitsbelastung, niedrige Löhne und eine alternde Belegschaft trieben die Krise voran, wie Daten der Bundesagentur für Arbeit und des Gesundheitsministeriums zeigen.
Die aktuellen Zahlen weisen für das dritte Quartal 2025 nur noch 206 unbesetzte MFA-Stellen aus. Die Studie wurde vom Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft durchgeführt. Die Ergebnisse erschienen in der Montagsausgabe der Rheinischen Post.
Der deutliche Rückgang der Vakanzen markiert eine bedeutende Wende für die Gesundheitsfachkräfte in Deutschland. Zwar sind die genauen Gründe für diesen Einbruch noch unbestätigt, doch die Daten deuten auf mögliche Veränderungen bei Einstellungen oder Personalbindung hin. Die Studie bietet einen Momentaufnahme eines Sektors, der jahrelang mit chronischem Personalmangel zu kämpfen hatte.






