Festnahme am Bielefelder Hauptbahnhof: Gesuchter Pole mit über 100 Vorstrafen
Cynthia MatthäiFestnahme am Bielefelder Hauptbahnhof: Gesuchter Pole mit über 100 Vorstrafen
Die Bundespolizei nahm am Dienstag an der Bielefelder Hauptbahnhof einen 23-jährigen Polen fest. Der Mann war in diesem Jahr bereits nach Polen abgeschoben worden, kehrte jedoch ohne Erlaubnis nach Deutschland zurück. Die Behörden hatten ihm zuvor die Freizügigkeit entzogen, wodurch ihm die uneingeschränkte Einreise verwehrt war.
Der Gesuchte stieg ohne gültiges Ticket in einen ICE von Hannover nach Bielefeld. Bei einer Routinekontrolle stellten Beamte seine Identität fest und überprüften seine Personalien. Dabei stellte sich heraus, dass er in 14 verschiedenen Ermittlungsverfahren gesucht wurde – überwiegend wegen Eigentumsdelikten und Körperverletzung.
Sieben Staatsanwaltschaften wurden über seinen Aufenthalt informiert. Aus den Unterlagen ging zudem hervor, dass er seit 2017 in über 100 rechtliche Konflikte verwickelt war. Nach der Festnahme wurde der Mann in Untersuchungshaft genommen, um seine erneute Abschiebung vorzubereiten.
Das Ausländeramt Aurich hatte ihm bereits die Wiedereinreise nach Deutschland untersagt. Aufgrund seiner wiederholten Straftaten und der illegalen Rückkehr ordneten die Behörden seine sofortige Ingewahrsamnahme an. Nun werden die Abschiebeformalitäten eingeleitet.
