19 April 2026, 12:32

Flüchtlingshilfe in Schildgen feiert zehn Jahre Erfolg mit bewegenden Geschichten

Eine Gruppe von Menschen mit einem Banner "Alle Flüchtlinge sind hier willkommen" und einer Fahne, mit Fahrrädern, einem Zaun, einem Laternenpfahl, einem Schild, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Flüchtlingshilfe in Schildgen feiert zehn Jahre Erfolg mit bewegenden Geschichten

Lokale Flüchtlingshilfe in Schildgen feiert zehnjähriges Bestehen mit Veranstaltungsreihe

Eine Flüchtlingshilfsinitiative in Schildgen begeht in diesem Monat ihr zehnjähriges Jubiläum mit einer Reihe von Veranstaltungen. Die 2015 von rund 100 Anwohnerinnen und Einwohnern ins Leben gerufene Gruppe hat Dutzenden Neuankömmlingen geholfen, sich in Deutschland ein neues Leben aufzubauen. Eine Sonderausstellung und ein Treffen werden in diesem Monat ihre Erfolge und die Geschichten der Geflüchteten in den Mittelpunkt stellen.

Ende 2015 schlossen sich Schildgener Bürgerinnen und Bürger zusammen, um die Initiative "Willkommen in Schildgen" zu gründen – eine ehrenamtliche Gruppe, die Geflüchtete in der Region unterstützt. Ihre Arbeit umfasste Hilfe bei Behördengängen, die Organisation von Arztterminen und Deutschkurse. In den vergangenen zehn Jahren hat die Initiative messbare Erfolge erzielt: Heute sind 72 Prozent der von ihr begleiteten Geflüchteten erwerbstätig, 15 Prozent befinden sich in Ausbildung oder einem Hochschulstudium. Die meisten sprechen mittlerweile fließend Deutsch.

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Einer der Unterstützten ist Youssef Messraba, der aus Damaskus floh und Ende 2015 in Schildgen ankam. Mit Hilfe der Initiative absolvierte er eine Ausbildung zum Elektroniker und studiert nun Elektro- und Medizintechnik. Trotz seiner Fortschritte blieb der Weg nicht ohne Hindernisse: Auf die deutsche Staatsbürgerschaft wartete er 20 Monate, an der Universität erlebte er Ausgrenzung. Neben dem Studium hat sich Messraba ein Leben in Deutschland aufgebaut – seit drei Jahren lebt er mit einer deutschen Freundin in Köln und hat einen engen Freundeskreis aus Deutschen.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten begannen mit einem Treffen im Pfarrsaal der Herz-Jesu-Kirche. Bis zum 6. Dezember zeigt die Ausstellung "Himmel un Ääd" des Künstlers Philipp J. Bösel 21 farbige Porträts von Geflüchteten, die ihre Erfahrungen festhalten. Den Abschluss bildet am 28. November der Abend "Angekommen – Erfahrungen und Leben in Deutschland/Schildgen" im Ausstellungsraum "Himmel un Ääd".

Zehn Jahre Engagement haben zu greifbaren Ergebnissen geführt: stabile Arbeitsplätze, Sprachkompetenz und gelungene Integration für viele Geflüchtete. Die anstehenden Veranstaltungen werden ihre Wege nachzeichnen und zugleich die anhaltenden Bemühungen von Ehrenamtlichen und Neuankömmlingen würdigen.

Quelle