13 March 2026, 18:35

Ford in Köln: Freiwillige Abgänge verhindern betriebsbedingte Kündigungen

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das "Trickle-Down Economics Doesn't Work" lautet, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit einem Zitat von Präsident Biden.

Der Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford in Köln: Freiwillige Abgänge verhindern betriebsbedingte Kündigungen

Ford hat an seinem deutschen Standort Zwangsentlassungen vermieden, nachdem sich genug Mitarbeiter freiwillig zum Ausscheiden bereit erklärt haben. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Sparprogramms, mit dem 2.900 Stellen abgebaut werden sollen. Das Unternehmen strebt an, seine Kölner Produktion wieder profitabel zu machen – vor dem Hintergrund nachlassender Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.

Bereits Anfang dieses Jahres hatte Ford am Standort Köln fast 1.000 Produktionsarbeitsplätze abrupt gestrichen. Die Umstellung von zwei auf eine Schicht folgte auf schwache Absatzzahlen bei Elektromodellen. Mit der aktuellen Reduzierung setzt sich ein Abwärtstrend fort: Die Belegschaftszahl ist seit 2019 von 18.000 auf heute etwa 10.500 gesunken.

Um das Ziel von 2.900 Stellenabbau zu erreichen, haben sich mittlerweile rund 2.100 Mitarbeiter freiwillig zum Ausscheiden gemeldet. Weitere 800 Arbeitsplätze sollen im Rahmen von Unternehmensverkäufen an Investoren übergehen. Drei zentrale Bereiche, darunter Werkzeugbau und Druckguss, befinden sich bis zum 30. Juni 2026 in Verhandlungen. Potenzielle Käufer seien bereits identifiziert, hieß es – Namen und genaue Details blieben jedoch unter Verschluss.

Am Kölner Werk sind derzeit noch etwa 9.000 Beschäftigte tätig. Die Einschnitte sind Teil einer langfristigen Sparstrategie, mit der Ford seine finanzielle Position in Deutschland stabilisieren will.

Durch freiwillige Abgänge und geplante Veräußerungen hat das Unternehmen sein Stellenabbauziel ohne betriebsbedingte Kündigungen erreicht. Der Fokus liegt weiterhin darauf, die Rentabilität der deutschen Standorte zu verbessern. Der Erfolg hängt dabei von den laufenden Investorenverhandlungen und einer Erholung des Marktes ab.

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