Fünfzehn Migrantinnen starten Qualifizierung für pädagogische Berufe in Deutschland
Adelinde WalterFünfzehn Migrantinnen starten Qualifizierung für pädagogische Berufe in Deutschland
Fünfzehn Migrantinnen aus sechs Ländern starten berufsqualifizierendes Bildungsprogramm in Deutschland
Fünfzehn zugewanderte Frauen aus sechs Ländern haben in Deutschland ein elfmonatiges Qualifizierungsprogramm begonnen, um in den Bereichen Frühpädagogik, Sozialarbeit oder Heilpädagogik Fuß zu fassen. Die Initiative Perspektive Pädagogik zielt darauf ab, dem Fachkräftemangel in diesen Bereichen entgegenzuwirken und den Teilnehmerinnen gleichzeitig berufliche Perspektiven zu eröffnen.
Das Programm läuft bis Mitte Dezember 2026 und unterstützt Frauen aus Kasachstan, Afghanistan, der Ukraine, Moldau, der Türkei und Syrien dabei, die notwendigen Qualifikationen für pädagogische Tätigkeiten in Deutschland zu erwerben. Die Teilnehmerinnen streben dabei das Sprachniveau C1 in Deutsch an – eine Voraussetzung für die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin oder für ein pädagogisches Hochschulstudium. Dieser fortgeschrittene Sprachstandard ermöglicht es ihnen, sich in beruflichen und akademischen Kontexten sicher zu bewegen.
Neben dem Sprachunterricht umfasst das Programm individuelle Coachings, Bewerbungstrainings und fachspezifische Kurse in Pädagogik. Praktische Erfahrungen sammeln die Frauen durch Hospitationen und Praktika in Grundschulen und Kindertageseinrichtungen. Diese Einblicke helfen ihnen, verschiedene Berufswege kennenzulernen – etwa als Assistenzkraft in der Sozialarbeit oder in der heilpädagogischen Förderung.
Frühere Durchgänge von Perspektive Pädagogik waren bereits erfolgreich: Viele Absolventinnen arbeiten mittlerweile in Kitas oder befinden sich in einer entsprechenden Ausbildung. Die aktuelle Gruppe hofft, ähnliche Wege einzuschlagen und so dringend benötigte Lücken in Deutschlands Bildungs- und Sozialwesen zu schließen.
Das strukturierte Programm verbindet Sprachförderung, berufliche Qualifizierung und praktische Erfahrung. Bis Mitte Dezember 2026 werden die Teilnehmerinnen vorbereitet sein, um eine Ausbildung oder eine Tätigkeit in ihrem gewählten Bereich aufzunehmen. Ihre Qualifikationen tragen dazu bei, die wachsende Nachfrage nach Fachkräften in Erziehung und Sozialarbeit in ganz Deutschland zu decken.






