25 April 2026, 08:48

Fußball-Fans 2024/25: Weniger Straftaten, aber mehr Pyro-Gewalt und Angriffe außerhalb der Stadien

Schwarzes und weißes Bild eines Fußballspielers, der auf dem Boden liegt und von Teamkollegen und einer Menge in einem Stadion umgeben ist, wobei er verletzt zu sein scheint.

Fußball-Fans 2024/25: Weniger Straftaten, aber mehr Pyro-Gewalt und Angriffe außerhalb der Stadien

Ein neuer Bericht zeichnet ein gemischtes Bild vom Fanverhalten im deutschen Fußball während der Saison 2024/2025. Zwar gingen Verletzungen und Straftaten insgesamt zurück, doch stiegen Vorfälle mit Pyrotechnik und gewalttätige Auseinandersetzungen außerhalb der Stadien deutlich an. Die Behörden analysierten dafür über 2.600 Spiele in Profi- und Amateurligen, um die Entwicklungen zu bewerten.

Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) untersuchte 1.170 Partien in den drei höchsten Bundesliga-Ligen sowie 1.513 Spiele in den Regionalligen. Die Ergebnisse zeigen einen Rückgang der strafrechtlichen Ermittlungsverfahren um 22 % – insgesamt 5.197 Fälle, weniger als in der Vorsaison. Auch die Zahl der Verletzungen sank um 17,2 % auf 1.107 in den drei obersten Spielklassen.

Polizisten und Ordner verzeichneten weniger Verletzungen: Einsätze mit verletzten Beamten gingen um 48 % zurück, bei Ordnern waren es 44 %. Dennoch blieben Unbeteiligte weiterhin betroffen – 624 Personen wurden im Laufe der Saison verletzt. Zudem blieben bundesweit fast 600 Stadionverbote bis August 2025 in Kraft, was auf anhaltende Probleme hindeutet.

Trotz dieser Fortschritte nahm der missbräuchliche Einsatz von Pyrotechnik um 73 % zu und erreichte 4.783 Verstöße. Allein dadurch wurden 95 Menschen verletzt, darunter auch Unbeteiligte. Gleichzeitig stieg die Zahl gewaltbereiter Personen in Fangruppen um 280 auf etwa 18.000 an.

Gewalt außerhalb der Stadien bleibt ein großes Problem. Angriffe wie der auf einen Sonderzug in Essen zeigen, dass die Gefahr von Auseinandersetzungen an Drittorten weiterhin besteht. Zwar sank der Gesamtaufwand für die Polizei um 8,8 %, doch die Belastung für die Beamten bleibt aufgrund dieser anhaltenden Herausforderungen hoch.

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Der Bericht zeigt zwar Erfolge bei der Reduzierung von Verletzungen und Straftaten in den Stadien. Doch der starke Anstieg von Pyrotechnik-Missbrauch und gewalttätigen Vorfällen abseits der Spielstätten deutet auf ungelöste Probleme hin. Die Behörden beobachten weiterhin gefährdete Personen und setzen auf strikte Stadionverbote, um den Bedrohungen zu begegnen.

Quelle