Karim Adeyemi zu 450.000 Euro Strafe wegen Waffenbesitzes verurteilt
Karim Adeyemi, der 23-jährige Stürmer von Borussia Dortmund und deutsche Nationalspieler, wurde wegen illegalen Waffenbesitzes zu einer Geldstrafe von 450.000 Euro verurteilt. Der Fall dreht sich um ein sogenanntes "Mystery-Paket", das er online bestellt hatte und das verbotene Gegenstände enthielt. Unterdessen sicherte sich die deutsche Nationalmannschaft mit einem 6:0-Sieg gegen die Slowakei die Qualifikation für die Weltmeisterschaft – ein Spiel, das Adeyemi von der Bank aus verfolgte.
Anfang 2024 gab Adeyemi zu, ein unmarkiertes "Mystery-Paket" im Internet erworben zu haben. Das Paket, das erst Monate später geliefert wurde, enthielt laut Polizei einen Schlagring und einen Elektroschocker – beides in Deutschland verbotene Waffen. Der Spieler beteuerte, er habe den Inhalt nicht gekannt und die Sendung nicht geöffnet.
Das Gericht verurteilte ihn dennoch und verhängte eine Strafe in Höhe von 450.000 Euro wegen Besitzes verbotener Waffen. Nach dem Urteil übernahm Adeyemi öffentlich die Verantwortung. Er räumte ein, als Vorbild zu gelten, und bedauerte sein Verhalten.
Als Teil der internen disziplinarischen Maßnahmen von Borussia Dortmund muss er nun Trainingseinheiten mit Kindern in Dortmund leiten. Mit dieser Entscheidung will der Verein nicht nur Konsequenzen ziehen, sondern den Spieler auch in die Gemeinschaftsarbeit einbinden. Adeyemi versprach zudem, künftig solche Fehler zu vermeiden.
Auf dem Platz warf sein Fehlen beim 6:0-Erfolg Deutschlands gegen die Slowakei Fragen auf. Trotz seiner 11 Länderspiele blieb er auf der Bank, während seine Mannschaftskollegen die WM-Qualifikation perfekt machten.
Die Geldstrafe und die vom Verein auferlegten Sozialstunden bedeuten einen Rückschlag für Adeyemis Karriere. Sein Fall zeigt die rechtlichen Risiken unkontrollierter Online-Käufe auf – selbst bei unbeabsichtigten Verstößen. Fürs Erste konzentriert er sich darauf, das Vertrauen zurückzugewinnen – bei den Behörden wie auf dem Fußballplatz.






