06 May 2026, 03:23

Kontrollierte Sprengung bringt 280-Meter-Schornstein des Gersteinwerks zum Einsturz

Schwarzes und weißes Foto einer Industrieanlage mit mehreren Gebäuden, einem hohen Turm und Rauch, der aus einem Schornstein aufsteigt, mit Text am unteren Rand.

Explosion einer 280-Meter hohen Schornsteinanlage eines Kraftwerks - Kontrollierte Sprengung bringt 280-Meter-Schornstein des Gersteinwerks zum Einsturz

280 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk in Werne wird heute kontrolliert gesprengt

Heute wird um 11:00 Uhr ein 280 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk in Werne durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Der Energiekonzern RWE leitet damit einen entscheidenden Schritt beim Rückbau des Kohleblocks der Anlage ein. Der Schornstein steht seit der Stilllegung des Kraftwerks im Jahr 2019 ungenutzt.

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Das Kraftwerk Gersteinwerk ist seit 1917 in Betrieb und verbrannte zunächst Kohle aus den nahen Zechen. In den 1970er-Jahren wurde es um Erdgas erweitert. Der Kohleblock wurde 2019 abgeschaltet; die Abrissarbeiten nähern sich nun ihrem Abschluss.

Um einen sicheren Einsturz zu gewährleisten, haben Ingenieure den Schornstein mit 140 Kilogramm modernem Sprengstoff ausgestattet. Zudem wurden riesige Stahlkipplager installiert, die den Fall in die geplante Richtung lenken sollen. Während der Sprengung gilt eine 400 Meter große Sperrzone, in der Fachkräfte den Ablauf überwachen.

Nach Abschluss der Abrissarbeiten noch in diesem Jahr plant RWE am Standort ein neues, wasserstofftaugliches Gaskraftwerk zu errichten. Die geplante Anlage soll etwa 800 Megawatt Leistung erbringen. Zwar laufen die Planungen bereits, eine finale Investitionsentscheidung steht jedoch noch aus.

Mit der Sprengung verschwindet eines der letzten Relikte des ehemaligen Kohleblocks. Sollte das neue Gaskraftwerk genehmigt werden, könnte der Standort künftig für eine CO₂-ärmere Energieerzeugung genutzt werden. Die Rückbauarbeiten bleiben auf Kurs und sollen bis Ende 2024 abgeschlossen sein.

Quelle