14 March 2026, 18:37

Legendäre Münchner Bar Schwabinger 7 lebt als Kunstwerk in Bruckmühl weiter

Ein alter Stadtplan von München, Deutschland, auf schwarzem Hintergrund, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit beschriftetem Text zeigt.

Legendäre Münchner Bar Schwabinger 7 lebt als Kunstwerk in Bruckmühl weiter

Ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte kehrt diese Woche in Bruckmühl zurück. Die ikonische Wand der legendären, längst verschwundenen Bar Schwabinger 7 wurde in ein Kunstwerk verwandelt. Ab Montagmorgen wird das Werk in einer örtlichen Galerie zu sehen sein.

Das Schwabinger 7 war einst die berühmteste Bar Münchens und zog Scharen von Gästen in die Feilitzschstraße 7. Nach der Schließung bezog ein Bioladen, Denn's Biomarkt, das Gebäude. Vor zwölf Jahren wurde die markante Wand der Bar versteigert – und der Supermarkt erwarb sie.

Der Künstler Rupert Dorrer ließ sich von der Wand zu seinem neuesten Werk inspirieren. Er fotografierte sie und schuf daraus ein mehrschichtiges Mixed-Media-Gemälde auf Holz. Das fertige Bild misst 140 cm in der Breite und 72 cm in der Höhe. Dorrer beschreibt es als Reflexion über Vergänglichkeit, die eine verlorene Ära der Münchner Kultur einfängt.

Die offizielle Enthüllung des Kunstwerks findet am Montag um 11 Uhr in der Bruckmühler Galerie statt. Die Zeremonie wird vom neu wiedergewählten Bürgermeister der Stadt, Richard Richter, geleitet. Unterdessen treffen sich Dorrer und Gerd "Manila" Waldhauser, der ehemalige Wirt der Bar, noch immer mit alten Stammgästen an einem Tisch in der Schwabinger Marktstraße.

Das Gemälde steht nun als Hommage an eine verschwundene Münchner Institution. Seine Präsentation in Bruckmühl sorgt dafür, dass die Erinnerung an das Schwabinger 7 über seinen ursprünglichen Standort hinaus lebendig bleibt. Gleichzeitig markiert die Veranstaltung den ersten öffentlichen Auftritt von Bürgermeister Richter seit seiner Wiederwahl.

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