26 March 2026, 20:33

Luxusauto in Witten beschlagnahmt: 109 Dezibel zu laut für die Straße

Schwarzer Mercedes-Benz ML 350 CDI BlueEfficiency auf einem Parkplatz mit Gebäuden, Masten und Bäumen unter einem klaren blauen Himmel geparkt.

Luxusauto in Witten beschlagnahmt: 109 Dezibel zu laut für die Straße

Luxusauto in Witten beschlagnahmt: Motorlärm überschreitet Grenzwerte massiv

In Witten wurde ein Hochleistungsfahrzeug sichergestellt, nachdem der Lärm seines Motors die gesetzlichen Vorgaben bei Weitem überschritten hatte. Das auf der Holbeinstraße in einem Halteverbot abgestellte Auto erzeugte ohrenbetäubende 109 Dezibel – deutlich mehr als die erlaubten 82 dB. Die Behörden haben nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Halter eingeleitet.

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Der Besitzer räumte ein, dass es sich um ein Biturbo-Modell handele, und behauptete, die Lautstärke sei für solche Fahrzeuge normal. Bei der Überprüfung fanden die Sachverständigen jedoch Hinweise darauf, dass die Motorsteuerung manipuliert worden war. Daraufhin wurde die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs sofort entzogen.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf das anhaltende Problem übermäßigen Lärms durch getunte Autos. Zwar gelten in Deutschland allgemeine Lärmgrenzwerte – etwa 68 bis 72 Dezibel für Vorbeifahrtgeräusche nach der UN-ECE-Regelung 51 –, spezifische Vorschriften für Hochleistungsfahrzeuge wurden in den letzten Jahren jedoch nicht verschärft. In Wohngebieten wie der Holbeinstraße gelten tagsüber strengere Limits von 55 dB; Verstöße können hier Bußgelder oder Fahrverbote nach den Lärmschutzbestimmungen im Straßenverkehr nach sich ziehen.

Das Fahrzeug wurde abgeschleppt, dem Besitzer drohen nun weitere rechtliche Konsequenzen. Die Behörden prüfen, ob die Motorveränderungen gegen die Typgenehmigung verstoßen – was zusätzliche Strafen zur Folge haben könnte.

Das Auto bleibt vorerst in Polizeigewahrsam, während die Ermittlungen laufen. Da die Betriebserlaubnis erloschen ist, darf das Fahrzeug erst nach einer Nachrüstung wieder auf öffentliche Straßen. Der Fall unterstreicht, wie streng die Lärmvorschriften in Deutschland sind – besonders in Wohngebieten.

Quelle