15 March 2026, 08:28

Maria Kalesnikava nach fünf Jahren Haft frei – ihr Kampf für Demokratie geht weiter

Eine Gruppe von vier Personen auf einem roten Teppich, die lächeln und für ein Foto posieren, mit einem "Liberty Justice for All Awards"-Schild im Hintergrund.

Maria Kalesnikava nach fünf Jahren Haft frei – ihr Kampf für Demokratie geht weiter

Maria Kalesnikava, eine zentrale Figur der prodemokratischen Bewegung in Belarus im Jahr 2020, ist nach mehr als fünf Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen worden. Die Aktivistin, die einst zu elf Jahren Haft wegen ihres Widerstands gegen die autoritäre Regierung verurteilt worden war, lebt nun in Deutschland. Ihr Weg von der Inhaftierung in die Freiheit hat weltweit Aufmerksamkeit erregt.

Kalesnikava war im September 2020 in Minsk während der Massenproteste gegen die umstrittene Präsidentschaftswahl in Belarus festgenommen worden. Ein Jahr später wurde sie wegen ihrer Rolle im Kampf gegen das Regime zu elf Jahren Haft verurteilt. Trotz ihrer Inhaftierung wurden ihre Bemühungen 2022 gewürdigt, als sie gemeinsam mit anderen Oppositionellen den Internationalen Karlspreis erhielt – eine der höchsten Auszeichnungen Europas für Verdienste um Demokratie und Einheit.

Der seit 1950 verliehene Preis ehrt Persönlichkeiten, die sich für europäische Werte einsetzen. Kalesnikavas Freilassung im Dezember 2025 markierte einen Wendepunkt, der es ihr endlich ermöglichte, die Auszeichnung persönlich entgegenzunehmen. Ihr Treffen mit dem deutschen Politiker Armin Laschet während der Zeremonie unterstrich die anhaltende Solidarität mit dem Kampf für demokratischen Wandel in Belarus.

Kalesnikavas Freilassung und ihre Übersiedlung nach Deutschland folgen auf jahrelange internationale Bemühungen um ihre Freiheit. Die Verleihung des Karlspreises betonte ihren anhaltenden Einfluss im Kampf gegen Autoritarismus. Ihre Geschichte bleibt ein zentraler Bezugspunkt für Debatten über Menschenrechte und politischen Widerstand in Europa.

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