Markus Lewe tritt nach 16 Jahren als Münsters Oberbürgermeister zurück
Adelinde WalterMarkus Lewe tritt nach 16 Jahren als Münsters Oberbürgermeister zurück
Markus Lewe ist nach 16 Jahren im Amt als Oberbürgermeister von Münster zurückgetreten. Sein letzter Arbeitstag in dieser Funktion war der 31. Oktober 2025 und markiert damit das Ende einer langen Führungsära für die Stadt. Tilman Fuchs übernimmt nun das Amt und beginnt offiziell seine Amtszeit am 1. November.
Lewe wurde erstmals am 21. Oktober 2009 zum Oberbürgermeister gewählt und anschließend zweimal im Amt bestätigt – 2015 sowie 2020. Während seiner Amtszeit wuchs die Einwohnerzahl Münsters um etwa 40.000 auf rund 320.000 an.
Unter seiner Führung erlangte die Stadt Anerkennung für ihre Klimapolitik. 2024 erhielt Münster das EU Mission Label, und 2025 folgte der Europäische Klimaanpassungspreis in Gold. Lewe setzte sich zudem für eine stärkere Bürgerbeteiligung ein und schuf eine neue Kultur der Mitgestaltung.
Über die lokale Ebene hinaus vertrat er kommunale Interessen auf nationaler und internationaler Ebene. Als Präsident des Deutschen Städtetags von 2018 bis 2025 engagierte er sich für urbane Belange. Münster war zudem 2022 Gastgeber des G7-Außenministertreffens, was die Beziehungen zu den niederländischen Nachbarstädten stärkte.
Anfang Oktober 2025 begann in Amelsbüren der Bau einer modernen Batteriezellenfabrik. Dieses Projekt zählt zu den letzten Weichenstellungen unter Lewes Amtszeit, bevor er im September 2025 auf eine erneute Kandidatur verzichtete.
Lewe hinterlässt eine gewachsene Stadt – sowohl in Bezug auf Einwohnerzahl als auch auf Einfluss. Tilman Fuchs wird Münster nun in einer Phase des weiteren Wachstums und der Klimainitiativen führen. Die neue Batteriefabrik und die laufenden grenzüberschreitenden Partnerschaften bleiben zentrale Zukunftsthemen.






