07 April 2026, 10:34

Nassauischer Kunstverein wird zum begehbaren Gedächtnispalast

Ein Raum voller verschiedener Kunstwerke, darunter gerahmte Fotos auf Tischen, Texttafeln an den Wänden, Deckenleuchten und ein Teppichboden, ausgestellt im Museum of Modern Art.

Nassauischer Kunstverein wird zum begehbaren Gedächtnispalast

Ab Ende März 2025 wird der Nassauische Kunstverein Wiesbaden (NKV) zu einem begehbaren Gedächtnispalast. Der Künstler Martin La Roche verwandelt den Raum in etwas, das weit über eine klassische Galerie hinausgeht – eine Mischung aus Gespräch, Spiel und Reflexion. Die unter dem Titel "Memory Palace" stehende Ausstellung lädt Besucher ein, zu erkunden, wie wir Vergangenheit und Zukunft sammeln, erinnern und imaginieren.

Die Schau eröffnet am 28. März 2025 in den Räumen des NKV in der Wilhelmstraße 15. Statt statischer Exponate entwirft La Roche das gesamte Gebäude als räumliches Gedächtnismodell, das sich über neun unterschiedliche Räume erstreckt. Jeder Bereich entfaltet eine eigene Erzählung und schafft so eine vielschichtige Reise durch persönliche und kollektive Erinnerungen.

Ein Höhepunkt ist das "Musée Légitime", ein tragbares Museum, das klein genug ist, um in einen Hut zu passen. Zum ersten Mal wird die gesamte Sammlung in Wiesbaden gezeigt. Ein weiteres interaktives Werk, "Sandspiel", fordert die Besucher auf, Gegenstände auszuwählen, die Erinnerungen wecken, und sie im Sand anzuordnen – so wird das Erinnern zu einem geteilten Erlebnis.

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Die Ausstellung läuft bis zum 15. Juni 2025 mit Öffnungszeiten von 14 bis 18 Uhr (Dienstag bis Freitag) und 11 bis 18 Uhr (Wochenende). La Roches Ansatz verwandelt den Kunstverein von einem ruhigen Ausstellungsort in eine dynamische Umgebung, in der Spiel und Dialog im Mittelpunkt stehen.

"Memory Palace" macht den NKV Wiesbaden zu einer immersiven Erkundung von Erinnerung und Archivierung. Bis Mitte Juni können Besucher die Installationen erleben und Kunst als sowohl persönlichen als auch kollektiven Akt begreifen. Das Projekt bricht mit herkömmlichen Galeriebesuchen und bietet stattdessen einen Raum für aktive Teilhabe und Reflexion.

Quelle