12 March 2026, 08:29

Neues Drogenhilfezentrum in Oberbilk: Hoffnung für Suchtkranke, Ärger für Anwohner

Eine Apotheke mit Glaswänden und -türen an einer Straßenecke, mit Plakaten an den Wänden und einer Straße im Vordergrund.

Neues Drogenhilfezentrum in Oberbilk: Hoffnung für Suchtkranke, Ärger für Anwohner

Düsseldorf stellt Pläne für neues Drogenhilfezentrum in Oberbilk vor

Am Donnerstagabend wird Düsseldorf die Pläne für ein neues Drogenberatungs- und -hilfezentrum im Stadtteil Oberbilk vorstellen. Die Einrichtung soll die Sicherheit rund um den Hauptbahnhof und angrenzende öffentliche Bereiche verbessern. Doch das Projekt stößt bereits jetzt auf Widerstand bei Anwohnern und einer Bürgerinitiative.

Die schwarz-grüne Koalition der Stadt hat für das Zentrum im diesjährigen Haushalt 3,3 Millionen Euro eingeplant. Geplant sind Beratungsangebote, medizinische Grundversorgung und psychiatrische Unterstützung, die ab diesem Sommer schrittweise eingeführt werden sollen. Die Verantwortlichen beschreiben den Ansatz als modular, um bei Bedarf Anpassungen vornehmen zu können.

Als Vorbild dient das sogenannte Zürcher Modell, wobei noch unklar ist, wie genau es in Düsseldorf umgesetzt werden soll und welche Ergebnisse damit erzielt werden. Während die Stadt betont, dass das Zentrum drogenbedingte Probleme im öffentlichen Raum verringern werde, werfen Kritiker vor, es verstoße gegen geltende Gesetze zu kontrollierten Konsumräumen.

Besonders in der Nachbarschaft, aber auch bei Schulen und Kitas regt sich Widerstand gegen den Standort in einem Wohngebiet. Die Bürgerinitiative Eisenstraße hat bereits über 2.200 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt. Bei der Veranstaltung am Donnerstag werden Sozialarbeiter und Streetwork-Teams direkt auf die Bedenken eingehen.

Falls das Zentrum genehmigt wird, soll der Betrieb schrittweise beginnen – zunächst mit Beratungs- und medizinischen Angeboten. Die Stadt versichert, dass die Einrichtung die öffentliche Sicherheit erhöhen werde, doch Gegner halten den gewählten Standort für ungeeignet. Eine endgültige Entscheidung hängt von weiteren Gesprächen und rechtlichen Prüfungen ab.

Quelle