02 May 2026, 00:37

NRW hält trotz Kritik am Klimaneutralitätsziel 2045 fest – doch Gaskraftwerke spalten die Meinungen

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit zusätzlichem erklärendem Text.

NRW hält trotz Kritik am Klimaneutralitätsziel 2045 fest – doch Gaskraftwerke spalten die Meinungen

Nordrhein-Westfalen bleibt trotz laufender Debatten bei seinem Klimaneutralitätsziel bis 2045

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Das energieintensive Bundesland hat seine Emissionen bereits um 39 Prozent reduziert – und damit das ursprüngliche Ziel für 2020 deutlich übertroffen. Nun beraten Politik und Umweltschützer über die nächsten Schritte, um die künftigen Vorgaben zu erfüllen.

NRW hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2030 sollen die Emissionen um 65 Prozent sinken, bis 2040 um 88 Prozent. Langfristig strebt das Land an, bis 2045 die erste klimaneutrale Industrieregion Europas zu werden. Um dies zu unterstützen, will die Landesregierung ihre öffentliche Verwaltung bereits bis 2030 klimaneutral gestalten.

Die schwarz-grüne Koalition betont, dass der Termin 2045 feststeht. Doch der Landesverband Erneuerbare Energien NRW kritisiert die Pläne für Gaskraftwerke mit einer Leistung von fünf Gigawatt als überzogen. Gegner befürchten, dass die Abhängigkeit von Gas den Fortschritt bremst.

Die Herausforderung für NRW ist offensichtlich: Kein anderes Bundesland verbraucht mehr Energie. Die Schwerpunkte in der Chemie- und Metallindustrie treiben den Bedarf in die Höhe und erschweren die Transformation. Dennoch hat das Land frühere Ziele übererfüllt – ein Grund zur Hoffnung für die Zukunft.

Am Klimaneutralitätsziel 2045 hält die Landesregierung gemeinsam mit Umweltverbänden fest. Mit verschärften Zwischenzielen und dem Fokus auf die Entkarbonisierung des öffentlichen Sektors will NRW Industriebedürfnisse und Nachhaltigkeit in Einklang bringen. Die Diskussion um die Gaskraftwerke zeigt jedoch, dass die Energiewende im Land weiterhin umstritten bleibt.

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