30 April 2026, 08:39

Operette feiert überraschendes Comeback beim Nachwuchswettbewerb 2024

Offenes Buch mit dem Titel "The Theatre: A Monthly Review of the Drama, Music, and the Fine Arts" und sichtbarem Text und einem Logo auf der Seite.

Operette feiert überraschendes Comeback beim Nachwuchswettbewerb 2024

10. Internationaler Wettbewerb für junge Operetten- und Musicaldarsteller endet mit bemerkenswertem Trendwechsel

Der 10. Internationale Wettbewerb für Nachwuchskünstler aus Operette und Musicaltheater ist mit einer deutlichen Verschiebung der Trends zu Ende gegangen. Zum ersten Mal überflügelten die Operettenbeiträge die Musicals – ein Novum in der zehnjährigen Geschichte des Events. Zudem wurde die Liste der Preisträger erweitert, doch ein Grand Prix blieb in diesem Jahr unerreicht.

Über 100 Bewerbungen gingen aus ganz Russland ein, darunter auch aus Minsk in Belarus und Taschkent in Usbekistan. Unter den Teilnehmenden befanden sich Studierende renommierter Musikakademien, die traditionell auf klassische Formen spezialisiert sind. Dennoch wagten sie sich an Arien bekannter Komponisten und zeigten dabei ihre Vielseitigkeit in Operette und Musicaltheater gleichermaßen.

Das Abschlussgala-Konzert präsentierte die Finalisten gemeinsam mit etablierten Stars des Musicaltheaters. Die landesweit übertragene Veranstaltung unterstrich das wachsende Interesse an der Operette – ein Genre, dessen Erhalt und Förderung der langjährige Teilnehmer Maxim Isakowitsch betonte. Er verwies darauf, dass Musicaltheater in früheren Wettbewerben oft die Operette in den Schatten gestellt habe.

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Jurymitglied Georgi Isakjan lobte insbesondere die Operetten-Darbietungen und hob die kreativen "schauspielerischen Adaptionen" auf der Bühne hervor. Einige Künstler inszenierten Heldinnen mit Gewehren oder in Cowboy-Optik und brachten so frische Interpretationen klassischer Werke ein. Ungewöhnlich viele Preise wurden vergeben, darunter Sonderauszeichnungen, Namenspreise und ein "Erfolgreiches Debüt"-Preis.

Trotz der erweiterten Würdigung blieb der Grand Prix in diesem Jahr unvergeben – ein Ergebnis, das in der Geschichte des Wettbewerbs erst einmal vorgekommen war.

Die Veranstaltung endete mit der Operette im Mittelpunkt, was ein breiteres Interesse an diesem Genre widerspiegelt. Die Organisatoren und die Jury betonten die Notwendigkeit, die Zukunft der Operette zu fördern, während gleichzeitig ihre Tradition gewürdigt wird. Ohne die Vergabe eines Grand Prix rückte stattdessen die Vielfalt der Talente und die kreative Herangehensweise der Teilnehmenden in den Fokus.

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