PETA fordert Uli Hoeneß heraus: Wagt er den veganen Ernährungstest?
Cynthia MatthäiPETA fordert Uli Hoeneß heraus: Wagt er den veganen Ernährungstest?
Die Tierrechtsorganisation PETA hat den ehemaligen Bayern-München-Präsidenten Uli Hoeneß eingeladen, im Rahmen ihres Programms Veganstart eine vegane Ernährung auszuprobieren. Der Vorstoß erfolgt, nachdem der 72-Jährige wiederholt pflanzliche Ernährung als ungesund und militant kritisiert hatte. Gleichzeitig wird sein Familienbetrieb für Wurstwaren, HoWe Wurstwaren, mittlerweile von seinen Kindern geführt.
Hoeneß steht dem Veganismus seit Langem skeptisch gegenüber. Er behauptete früher, pflanzliche Ernährung mache Menschen auf Dauer krank, und bezeichnete Veganer als übermäßig aggressiv in ihren Ansichten. Seine Äußerungen stehen im Widerspruch zu wachsenden wissenschaftlichen Erkenntnissen, die den Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit Herzerkrankungen und Diabetes in Verbindung bringen – Krankheiten, unter denen er selbst leidet.
Bereits 2014 zeichnete sich ein Trend zu pflanzlichen Alternativen ab. Christian Rauffus, Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle, erkannte damals die steigende Nachfrage nach veganen Wurstwaren. Seither entscheiden sich immer mehr Menschen aus gesundheitlichen, ethischen und ökologischen Gründen für eine pflanzliche Ernährung.
Hoeneß' Wurstwarenfirma HoWe Wurstwaren wird inzwischen von seinen Kindern geleitet. Seine Tochter Sabine fungiert als persönlich haftende Gesellschafterin, während sein Sohn Florian die alleinige Prokura innehat. Dennoch bleibt Harald Ullmann, stellvertretender Vorsitzender von PETA, zuversichtlich, dass Hoeneß seine Haltung überdenken und sich dem veganen Essen öffnen könnte.
Die Einladung von PETA erfolgt nach Jahren öffentlicher Debatten über Ernährung und Gesundheit. Hoeneß' eigene Krankengeschichte – darunter Herzprobleme und Bluthochdruck – verleiht der Diskussion zusätzliches Gewicht. Ob er das Angebot annimmt oder nicht: Der Trend zu pflanzlichen Lebensmitteln setzt sich weiter durch.






