Rechtsextreme Straftaten in NRW auf Rekordhoch – Mönchengladbach besonders betroffen
Songül EigenwilligRechtsextreme Straftaten in NRW auf Rekordhoch – Mönchengladbach besonders betroffen
Rechtsextreme Straftaten in Nordrhein-Westfalen erreichen höchsten Stand seit 2001
Im vergangenen Jahr verzeichnete Nordrhein-Westfalen (NRW) die höchste Zahl rechtsextremer Straftaten seit 2001. Neue Zahlen zeigen einen Anstieg um fast 11 Prozent – besonders betroffen ist dabei Mönchengladbach. Die Daten belegen auch deutliche Zunahmen bei Hasskriminalität gegen bestimmte Gruppen.
In ganz NRW stiegen die erfassten rechtsextremen Delikte von 5.641 im Jahr 2024 auf 6.268 im Jahr 2025. Das entspricht durchschnittlich 17 Straftaten pro Tag. Allein in Mönchengladbach kletterte die Zahl der Fälle von 78 auf 139, womit die Stadt zu den zehn am stärksten betroffenen Kommunen gehört.
Antisemitische Übergriffe nahmen um 13 Prozent zu (von 695 auf 786), Straftaten wegen sexueller Orientierung stiegen um 27 Prozent (von 203 auf 257). Antiziganistische Vorfälle verzeichneten einen Anstieg von 47 Prozent (von 30 auf 44), während islamfeindliche Delikte leicht um 2 Prozent zurückgingen (von 338 auf 330).
Die grüne Landtagsabgeordnete Lena Zingsheim-Zobel kritisierte öffentlich die wachsende rechtsextreme Aktivität in Mönchengladbach.
Die Zahlen für 2025 markieren den höchsten Stand rechtsextremer Straftaten in NRW seit über zwei Jahrzehnten. Der starke Anstieg in Mönchengladbach spiegelt einen landesweiten Trend steigender Hasskriminalität wider. Behörden und Gemeinschaftsvertreter haben bereits auf die Zunahme der Vorfälle reagiert.






