07 May 2026, 22:28

Rettungskräfte fordern krisensicheres Funknetz für lebenswichtige Einsätze

Feuerwehrleute in Schutzausrüstung an einem Feuerhydranten mit Rohren und Ventilen im Hintergrund.

Rettungskräfte fordern krisensicheres Funknetz für lebenswichtige Einsätze

Rettungskräfte in Deutschland drängen auf zuverlässigere Kommunikationssysteme für Krisenfälle

Auf der jüngsten Blaulicht-Tag-Veranstaltung in Essen haben Verantwortliche die Notwendigkeit eines Netzes betont, das selbst dann funktioniert, wenn reguläre Systeme ausfallen. Die Tagung vereinte Vertreter von Bundes- und Landesbehörden sowie Einsatzkräfte.

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Im Mittelpunkt der Essener Veranstaltung stand das Digitale BOS-Funknetz, das derzeit auf dem europäischen TETRA-Standard basiert. Zwar ermöglicht dieses System stabile Sprachkommunikation und kurze Datenübertragungen, doch fehlen ihm Breitbandfähigkeiten. Vorführungen bei der Essener Feuerwehr zeigten sowohl bestehende Funktionen als auch geplante Erweiterungen – etwa Telemedizin oder Echtzeit-Lagekarten.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul unterstrich die entscheidende Bedeutung verlässlicher Kommunikation für Rettungsteams. Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister ging noch weiter und erklärte: „Keine Kommunikation, kein Einsatz.“ Gleichzeitig warnte sie, der Verlust der UHF-Frequenzen (470–694 MHz) wäre für Rettungsoperationen „verheerend“.

Ein Praxistest erfolgte im September 2022, als ein Stromausfall in Berlin die Robustheit des Systems unter Beweis stellte: Trotz Netzausfällen blieb der Digitale BOS-Funk funktionsfähig und bestätigte damit seinen Wert. Für Rückfragen stellten die Organisatoren die Kontaktdaten [email protected] bereit.

Die Forderung nach einem autonomen, krisensicheren Netz kommt zu einer Zeit, in der Rettungskräfte bessere Werkzeuge für moderne Herausforderungen benötigen. Das aktuelle System deckt zwar Grundanforderungen ab, doch sind Aufrüstungen nötig, um erweiterte Funktionen zu unterstützen. Nun steht die Politik vor der Aufgabe, die erforderlichen Frequenzen und Mittel zu sichern – damit die Kommunikationswege in Notlagen offenbleiben.

Quelle