Rheinmetalls Aktie stoppt Verlustserie – steigt trotz Handelskonflikten um 1,6 Prozent
Songül EigenwilligRheinmetalls Aktie stoppt Verlustserie – steigt trotz Handelskonflikten um 1,6 Prozent
Rheinmetalls Aktienkurs stieg am Donnerstag um etwa 1,6 Prozent und beendete damit eine vier Tage andauernde Verlustserie. Der Anstieg erfolgt zu einer Zeit, in der der Rüstungssektor mit größeren Herausforderungen konfrontiert ist – darunter die Handelskonflikte zwischen den USA und China. Anleger beobachten nun genau, ob sich die Geschäftsentwicklung des Unternehmens im Laufe des Jahres erholt.
Der deutsche Rüstungskonzern hatte vor dem Kursanstieg am Donnerstag vier Handelstage in Folge Verluste verzeichnet. Analysten führen die leichte Erholung auf optimistische Erwartungen hinsichtlich anstehender Aufträge zurück, trotz der derzeitigen Marktunsicherheiten.
Rheinmetall rechnet für das erste Halbjahr 2024 mit schwächeren Umsätzen, erwartet jedoch ein stärkeres zweites Halbjahr. Das Unternehmen prognostiziert einen Jahresumsatz von rund 13 Milliarden Euro. Frühere Schätzungen hatten mögliche Aufträge im Volumen von bis zu 300 Milliarden Euro in der gesamten EU bis 2030 in Aussicht gestellt.
Die Aussichten für die Rüstungsbranche bleiben jedoch fragil, nicht zuletzt wegen des Handelsstreits zwischen den USA und China sowie der Befürchtung, Peking könnte die Ausfuhr seltener Erden stoppen. Dennoch hat das deutsche Verteidigungsministerium kürzlich Mittel für Großaufträge freigegeben, darunter mehrstufige Milliarden-Deals für Rüstungslieferanten. Sollten in den kommenden Monaten neue Verträge unterzeichnet werden, könnte Rheinmetalls Aktie weiter zulegen.
Die jüngste Kursentwicklung des Unternehmens signalisiert vorsichtigen Optimismus unter den Anlegern. Da nun staatliche Gelder für großangelegte Rüstungsprojekte zur Verfügung stehen, wird die Performance Rheinmetalls in der zweiten Jahreshälfte genau verfolgt werden. Eine neue Welle an Aufträgen könnte die Aktie weiter beflügeln.






