Rindfleischpreise fallen – doch Verbraucher zahlen mehr denn je
Songül EigenwilligRindfleischpreise fallen – doch Verbraucher zahlen mehr denn je
Rindfleischpreise in Deutschland sinken zum zweiten Mal in Folge
Die Preise für Rinder sind in Deutschland die zweite Woche in Folge gefallen. Dies folgt auf eine Phase ruhiger Fleischverkäufe und Preisdruck durch die Metzger. Das Angebot an Schlachtrindern bleibt begrenzt, bei einigen Produkten herrscht sogar Knappheit auf den Großhandelsmärkten.
Der Verbandspreis für alle Rinderkategorien ist um 10 Cent pro Kilogramm gesunken. Bei Jungbullen der Klasse R3 liegt der Preis nun bei 6,80 Euro pro Kilogramm Lebendgewicht. Der Rückgang geht auf sinkende Einkaufspreise der Metzger zurück, die eine nachlassende Nachfrage widerspiegeln.
Die Schlachtzahlen für Rinder in Deutschland liegen weiterhin unter denen des Vorjahres. Gleichzeitig sind die Verbraucherpreise für Rindfleisch stark gestiegen. In den ersten Juliwochen mussten Kundinnen und Kunden 20,8 Prozent mehr für Rindfleisch bezahlen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Seit 2023 sind die Preise für geliefertes Dönerfleisch in weiten Teilen des Landes angestiegen. Steigende Kosten für Kälber und Rindfleisch sowie höhere Löhne und Energiekosten könnten den Preis für einen Rindfleisch-Döner bald auf 10 Euro treiben. Verbraucher spüren den Preisanstieg besonders bei Fast Food wie Burgern und Döner.
Während die Erzeugerpreise für Rinder fallen, steigen die Einzelhandelspreise für Rindfleischprodukte weiter an. Metzger und Lieferanten haben höhere Ausgaben, während Verbraucher im Supermarkt und beim Imbiss tiefere Preisschilder vorfinden. Die Schere zwischen Erzeuger- und Verkaufspreisen geht weiter auseinander.






