31 May 2026, 20:33

Seniorenrat warnt vor sozialen Härten durch Nahverkehrs-Preiserhöhungen

Solingen's Senior Council Criticizes Planned VRR Fare Increases

Seniorenrat warnt vor sozialen Härten durch Nahverkehrs-Preiserhöhungen

Der Seniorenrat hat schwere Bedenken gegen die geplanten Preiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr geäußert. In einer aktuellen Stellungnahme warnt der Verband, dass die höheren Kosten ältere Bürgerinnen und Bürger besonders hart treffen würden – viele von ihnen kämpfen bereits mit steigenden Lebenshaltungskosten. Der Rat fordert die Verkehrsverantwortlichen nun auf, die Tariferhöhungen vor ihrem Inkrafttreten zu stoppen oder grundlegend zu überarbeiten.

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Im Mittelpunkt der Kritik stehen zwei zentrale Punkte: Bezahlbarkeit und Barrierefreiheit. Der Seniorenrat weist darauf hin, dass viele ältere Menschen nach wie vor auf traditionelle Ticketmethoden angewiesen sind, etwa Automaten, Schalterverkauf oder gedruckte Fahrscheine. Ein Umstieg auf rein digitale Systeme könnte dazu führen, dass einige Senioren den öffentlichen Verkehr künftig gar nicht mehr nutzen können.

In der Erklärung wird zudem auf einen Beschluss vom 19. November 2025 verwiesen, der faire und transparente Tarife gefordert hatte. Nun befürchtet der Rat, dass Fahrten über Gemeindegrenzen hinweg noch teurer werden könnten. Dies würde vor allem diejenigen zusätzlich belasten, die zwischen Gebieten mit unterschiedlichen kommunalen Trägern unterwegs sind.

Die steigenden Verkehrskosten treffen die ältere Generation in einer Phase, in der sie ohnehin schon mit höheren Lebenshaltungskosten zu kämpfen hat. Der Seniorenrat argumentiert, dass weitere Preiserhöhungen die finanzielle Not nur verschärfen würden. Er ruft den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und seine Tarifpartner auf, die geplanten Erhöhungen auszusetzen oder zumindest grundlegend zu überdenken.

Der Seniorenrat betont, dass der öffentliche Nahverkehr für alle bezahlbar und zugänglich bleiben muss. Ohne Kurskorrektur drohen die geplanten Tariferhöhungen ältere Fahrgäste auszuschließen und ihre finanzielle Situation weiter zu verschlechtern. Der Verband setzt sich für einen gerechteren Ansatz ein, der sozial benachteiligte Gruppen vor zusätzlichen Belastungen schützt.

Quelle