26 April 2026, 14:38

Skandal bei der Polizei Mönchengladbach: Drei Führungskräfte unter Verdacht

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Wir fordern jetzt ein Ende der Polizeigewalt" auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem schwarzen Rand.

Skandal bei der Polizei Mönchengladbach: Drei Führungskräfte unter Verdacht

Drei hochrangige Polizeibeamte in Mönchengladbach stehen wegen schweren Fehlverhaltens unter Ermittlung. Die Vorwürfe wurden erstmals Mitte April in der örtlichen Polizeidirektion bekannt. Seitdem hat die Staatsanwaltschaft ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Die Anschuldigungen umfassen grenzüberschreitendes Fehlverhalten in Führungspositionen, Mobbing sowie sexualisierte Sprache. Einige Vorfälle sollen sich über Jahre erstrecken, wobei die Opfer zwischen 20 und 40 Jahre alt sind. Die drei männlichen Beamten, die allesamt Führungsaufgaben innehatten, wurden vorläufig vom Dienst suspendiert, während die Ermittlungen andauern.

Zudem gibt es weitere Vorwürfe gegen andere Mitglieder der 18-köpfigen Einheit, allerdings wurde gegen diese noch keine Suspendierung verhängt. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach prüft erste Verdachtsmomente auf Straftaten mit mehreren Beschuldigten.

Polizeipräsident Stephan Zenker verurteilte das mutmaßliche Verhalten scharf und betonte, es stehe im Widerspruch zu den Werten der Behörde. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul unterstrich diese Haltung und forderte, dass Fehlverhalten Konsequenzen haben müsse. Er erwarte von allen Beamten einwandfreies Verhalten.

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Der Fall wird weiterhin aktiv von der Staatsanwaltschaft und den internen Polizeibehörden untersucht. Die drei suspendierten Beamten bleiben bis zum Abschluss der Ermittlungen vom Dienst freigestellt. Weitere Vorwürfe gegen andere Einheitangehörige könnten zu zusätzlichen Maßnahmen führen.

Quelle