Solingen: Historisch niedrige Briefwahlbeteiligung bei Stichwahl erschüttert Wahlbüro
Cynthia MatthäiSolingen: Historisch niedrige Briefwahlbeteiligung bei Stichwahl erschüttert Wahlbüro
Stichwahl in Solingen: Rücklauf der Briefwahlstimmen auf niedrigstem Stand seit Jahren
Bei der Oberbürgermeister-Stichwahl in Solingen ging der Rücklauf der Briefwahlunterlagen deutlich zurück. Wie die Wahlbehörde mitteilte, wurden nur 73,3 Prozent der ausgegebenen Stimmzettel zurückgesandt – ein Rückgang gegenüber den 81 Prozent bei der Stichwahl 2015. Auch in benachbarten Städten wie Wuppertal und Remscheid zeigte sich ein ähnlicher Trend.
Die Hauptwahl am 14. September hatte noch eine höhere Beteiligung verzeichnet: Von 25.586 ausgegebenen Briefwahlunterlagen wurden 22.745 ausgezählt, was einer Rücklaufquote von 88,9 Prozent entspricht. Für die Stichwahl jedoch schickten nur 16.415 der 22.745 wahlberechtigten Briefwähler ihre Stimmen zurück. Weitere 1.348 entschieden sich stattdessen für die Wahl vor Ort statt per Post.
Das Wahlamt ermöglichte es den Bürgern, bis zum Mittag des 27. September Ersatzunterlagen zu beantragen. Dennoch nutzten 6.466 Wahlberechtigte ihr Briefwahlrecht überhaupt nicht. Als Hauptgrund für die geringere Rücklaufquote wurden enge Postfristen genannt.
Insgesamt wurden 17.763 Stimmen per Brief abgegeben, während etwa ein Viertel der Antragsteller ihre Unterlagen nicht zurückschickte und somit von der Stichwahl ausgeschlossen blieb.
Die Rücklaufquote der Stichwahl blieb damit sowohl hinter den 88,9 Prozent der Hauptwahl als auch hinter den 81 Prozent der Stichwahl 2015 zurück. Postverzögerungen und nicht genutzte Wahlunterlagen trugen maßgeblich zum Rückgang bei. Die endgültige Auszählung bestätigte 16.415 gültige Briefwahlstimmen für die diesjährige Stichwahl.






