SPD in Solingen kämpft um die Zukunft bedrohter evangelischer Kirchen und Zentren
Harro PohlSPD in Solingen kämpft um die Zukunft bedrohter evangelischer Kirchen und Zentren
Eine neu gegründete SPD-Arbeitsgruppe in Solingen schaltet sich ein, um örtliche evangelische Kirchengemeinden zu unterstützen, die vor schwierigen Entscheidungen über ihre Zukunft stehen. Die Gruppe will als Brücke zwischen religiösen Einrichtungen und der Stadtpolitik fungieren und spiegelt damit die weit verbreitete Sorge um das Schicksal von Kirchen und Gemeinschaftszentren wider.
Das Thema gewann an Brisanz, nachdem eine gut besuchte Informationsveranstaltung des Evangelischen Kirchenkreises stattfand. Die Veranstaltung war so stark frequentiert, dass deutlich wurde, wie sehr den Solinger Bürgern das Thema am Herzen liegt. Als Reaktion darauf richtete die SPD-Fraktion eine eigene Arbeitsgruppe ein, um sich direkt in den Prozess einzubringen.
Beim ersten Treffen waren Vertreter sowohl evangelischer als auch katholischer Gemeinden anwesend – ein Zeichen für das überkonfessionelle Interesse. Aktuell steht die Zukunft von acht evangelischen Kirchen und Gemeinschaftszentren auf dem Spiel. Dazu zählen die Christuskirche mit ihrem Gemeinschaftszentrum Rupelrath, die Evangelische Kirche Mangenberg mit dem Gemeinschaftshaus Corinthstraße sowie die Evangelische Stadtkirche Mitte, die als Sonderfall behandelt wird. Andere, wie die Lutherkirche, stehen nicht auf der Liste der langfristig zu erhaltenden Gebäude. Die endgültigen Beschlüsse wird die Synode im März 2026 fassen, mit abschließenden Regelungen bis 2027.
Florian Pinnow, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, betonte die zentrale Rolle, die diese evangelischen Gemeinden in den Stadtteilen spielen. Sie bieten unverzichtbare soziale Dienstleistungen und kulturelle Aktivitäten, die den Zusammenhalt stärken. Die SPD hat zudem zentrale Herausforderungen für den Stadtrat benannt, darunter Fragen der Bauleitplanung für die Umnutzung von Kirchengebäuden und Grundstücken sowie mögliche Auswirkungen auf lokale soziale Netzwerke und Kulturprogramme.
Die SPD hat sich verpflichtet, den Prozess aktiv zu begleiten, während die Zukunft der evangelischen Kirchen und Zentren geklärt wird. Angesichts der anstehenden Entscheidungen in den kommenden Jahren wird das Thema voraussichtlich im Mittelpunkt der städtischen Debatten bleiben. Die Arbeitsgruppe wird ihre Vermittlungsbemühungen fortsetzen, um sicherzustellen, dass sowohl kirchliche als auch politische Stimmen Gehör finden.
SPD's 2024 strategy sets stage for Solingen's church future debate
The current SPD working group in Solingen traces its origins to a 2024 call for church preservation strategies after the Lutherkirche's deconsecration announcement. Key developments include:
- Fraktionsvorsitzender Ernst Lauterjung demanded a 2030+ future plan for all Solingen churches
- He highlighted churches as both social anchors and cityscape landmarks
- Proposed alternatives included housing projects and cultural hubs to repurpose buildings





