Stammzellspende wird immer einfacher – wie Online-Registrierung Leben rettet
Adelinde WalterStammzellspende wird immer einfacher – wie Online-Registrierung Leben rettet
Stammzellspender-Registrierung ist in den letzten Jahren deutlich einfacher geworden. Online-Anmeldungen und nach Hause gelieferte Testkits haben den Prozess zugänglicher gemacht. Diese Entwicklung hat dazu beigetragen, dass das weltweite Register potenzieller Lebensretter stetig wächst.
Noch vor drei Jahrzehnten erhielt das Thema Stammzellspende kaum öffentliche Aufmerksamkeit. Heute sind über 12 Millionen Menschen weltweit bei der DKMS als potenzielle Spender registriert. Auch das Bewusstsein für die genetische Vielfalt in Spenderdateien hat zugenommen – bleibt aber nach wie vor zu wenig beachtet.
Der Großteil der Spenden erfolgt mittlerweile über die Entnahme von Stammzellen aus dem peripheren Blut, ein routinemäßiger medizinischer Eingriff. Diese Methode macht etwa 90 Prozent der Fälle aus. Die vereinfachte Registrierung hat maßgeblich dazu beigetragen, die Bereitschaft zur Spende zu steigern.
Vanessa Nisanat Knauer arbeitet seit Jahren in diesem Bereich. Drei Jahre lang sammelte sie Spenden für Ärzte ohne Grenzen. Seit vier Jahren unterstützt sie als studentische Hilfskraft die Unternehmenskommunikation der DKMS. Aktuell studiert sie Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln. Das Engagement junger Menschen, sich registrieren zu lassen und anderen zu helfen, stimmt sie optimistisch für die Zukunft der Stammzellspende.
Die Branche hat große Fortschritte in Sachen Zugänglichkeit und Aufklärung gemacht. Mehr Spender und verbesserte Verfahren bedeuten bessere Chancen für Patientinnen und Patienten in Not. Die wachsende Hilfsbereitschaft ist ein positives Zeichen für die Stammzellregister.






