07 June 2026, 18:29

SXSW London in der Kritik: Wie das Festival mit Uygurs Einreiseverbot umgeht

Piers Morgan: SXSW London hätte mehr für Cenk Uygur tun können, nachdem er aus dem UK ausgeschlossen wurde: 'Ich bin ein bisschen enttäuscht'

SXSW London in der Kritik: Wie das Festival mit Uygurs Einreiseverbot umgeht

SXSW London gerät wegen Reaktion auf Einreiseverbot für Cenk Uygur in die Kritik

Das in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindende SXSW London (1. bis 6. Juni in Shoreditch) sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, unzureichend auf das britische Einreiseverbot für den politischen Kommentator Cenk Uygur reagiert zu haben. Der Moderator Piers Morgan nutzte seinen Auftritt am Donnerstag, um die Haltung des Festivals zur Meinungsfreiheit infrage zu stellen.

Uygur und sein Kollege Hasan Piker war vom britischen Innenministerium die Einreise verweigert worden. Dadurch konnte Uygur weder bei der SXSW London sprechen noch einen geplanten Vortrag in Oxford halten. Morgan, der selbst auf dem Festival zu Gast war, führte die Entscheidung auf Uygurs Kritik an der israelischen Regierung zurück – und ließ in seinen Äußerungen keine Zweifel an seiner Haltung.

Er zeigte sich enttäuscht darüber, wie die Veranstalter mit der Situation umgegangen seien, und forderte sie auf, ihre Position zu verteidigen. Das Festival bekräftigte zwar später seine Unterstützung für die freie Meinungsäußerung, stellte die Regierungsentscheidung jedoch nicht infrage.

In seinem Vortrag griff Morgan zudem Prinz Harry und Meghan Markle an. Er warf dem Paar Heuchelei vor, da sie einerseits öffentlich für den Schutz der Privatsphäre von Kindern eintreten, andererseits aber Fotos ihrer Tochter im Internet veröffentlichen.

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Die Debatte um Uygurs Ausschluss setzt das SXSW London weiter unter Druck. Die Organisatoren betonen zwar ihr Bekenntnis zur Meinungsfreiheit, haben jedoch keine weiteren Schritte eingeleitet. Unterdessen sorgen Morgans Äußerungen – sowohl zur politischen Zensur als auch zur Privatsphäre des Königshauses – dafür, dass die Kontroverse im Fokus bleibt.

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