Tagesmütter in Bergisch Gladbach kämpfen um ihre Existenzgrundlage
Songül EigenwilligTagesmütter in Bergisch Gladbach kämpfen um ihre Existenzgrundlage
Tagesmütter und -väter in Bergisch Gladbach kämpfen mit freien Plätzen und finanzieller Unsicherheit
Die Ursache liegt im Rückgang der Geburtenraten und der wachsenden Konkurrenz durch Kitas. Dutzende Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren bleiben im kommenden Betreuungsjahr unbesetzt.
In Bergisch Gladbach sinken die Geburtenzahlen seit Jahren kontinuierlich. Die Folge: Es gibt mehr Betreuungsangebote als Kleinkinder, die sie benötigen. Für das nächste Jahr bleiben bei den Tagespflegepersonen 46 Plätze unbesetzt.
Viele Eltern schätzen nach wie vor die Betreuung durch Tagesmütter und -väter für ihre unter Dreijährigen. Sie schätzen die kleinen Gruppen, die vertrauten Bezugspersonen und die flexiblen Betreuungszeiten. Dennoch fühlen sich manche unter Druck gesetzt, stattdessen eine Kita zu wählen. Die Angst, später keinen Platz mehr zu bekommen oder auf Widerstand größerer Einrichtungen zu stoßen, treibt diese Entscheidung oft voran.
Die Belastung ist nicht nur finanzieller Natur. Betroffene berichten von emotionalem Stress, da die Nachfrage nach ihren Dienstleistungen sinkt. Der Verband, der die Tagespflegepersonen vertritt, betont, dass Tagespflege und Kitas einander ergänzen und nicht in Konkurrenz zueinander stehen sollten. Beide Systeme, so die Argumentation, seien unverzichtbar für die frühe Kinderbetreuung.
Der Geburtenrückgang und der Ausbau der Kita-Plätze haben die Tagespflege in eine schwierige Lage gebracht. Mit 46 unbesetzten Plätzen blicken die Betreuungskräfte einer ungewissen Zukunft entgegen. Gleichzeitig müssen Eltern abwägen zwischen den Vorzügen der kleinen, familiennahen Betreuung und dem wachsenden Angebot an Kita-Plätzen.






