Traditionsunternehmen Brüder Schlau Group stellt nach Insolvenz den Betrieb ein
Songül EigenwilligTraditionsunternehmen Brüder Schlau Group stellt nach Insolvenz den Betrieb ein
Brüder Schlau Group stellt nach Insolvenzantrag den Betrieb ein
Die Brüder Schlau Group, ein traditionsreiches deutsches Handelsunternehmen, stellt nach der Insolvenzanmeldung im Juni 2023 ihren Betrieb ein. Das vor über einem Jahrhundert gegründete Unternehmen betrieb einst Möbelhäuser und Großhandelsmärkte – doch nun steht eine umfassende Umstrukturierung bevor, die Dutzende Standorte schließen und Arbeitsplätze kosten wird.
Die Wurzeln des Konzerns reichen bis ins Jahr 1921 zurück, als die Brüder Theodor und Wilhelm Schlau das Unternehmen in Minden gründeten. Jahrzehnte später, 1976, eröffneten die ersten Hammer-Möbelmärkte in Bremerhaven und Lübbecke. Auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung beschäftigte das Unternehmen rund 3.900 Mitarbeiter in seinen verschiedenen Sparten.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens hat die Möbelkette Hammer jedoch eine Rettung gefunden: Ein neues Investorenkonsortium namens ReThink übernimmt 93 Filialen und sichert damit etwa 1.200 Arbeitsplätze. Rund 70 weitere Hammer-Standorte werden hingegen geschlossen, was zu Entlassungen führen wird.
Die Großhandelsabteilung Schlau wird die Restrukturierung nicht überstehen. Alle 60 Märkte werden endgültig geschlossen, der verbleibende Warenbestand wird abverkauft. Während die meisten Schlau-Standorte dichtmachen, könnten einige unter neuem Namen wiedereröffnen.
Das Ende der Brüder Schlau Group markiert das Aus einer Ära für ein Unternehmen, das über ein Jahrhundert lang erfolgreich war. Mit der Schließung von 70 Hammer-Filialen und dem vollständigen Verschwinden der Schlau-Großhandelsabteilung stehen nun viele Mitarbeiter vor der Arbeitslosigkeit. Die verbleibenden 93 Hammer-Standorte unter neuer Führung werden ihren Betrieb fortsetzen und so zumindest einen Teil der Jobs erhalten.






