10 April 2026, 14:37

Vonovia fordert radikale Mietpreisbremse-Reform trotz Rekordgewinn von 3,4 Milliarden Euro

Schwarze und weiße architecturale Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem geneigten Dach, beschriftet als das erste Haus in Deutschland, begleitet von detaillierten Strukturplänen und Text.

Vonovia-Chef fordert Reform der Mietpreisbremse - Vonovia fordert radikale Mietpreisbremse-Reform trotz Rekordgewinn von 3,4 Milliarden Euro

Deutschlands größter Wohnungsvermieter Vonovia fordert grundlegende Reform der Mietpreisbremse

Der größte private Wohnungsanbieter Deutschlands, Vonovia, hat weitreichende Änderungen an den Mietpreisbeschränkungen des Landes gefordert. Das Unternehmen meldete eine deutliche finanzielle Erholung: Im ersten Dreivierteljahr 2024 kletterte der Gewinn auf 3,4 Milliarden Euro – ein markanter Umschwung nach dem Verlust von 592 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Die durchschnittlichen Monatsmieten von Vonovia stiegen zwischen Januar und September auf 8,28 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Anstieg von 4,3 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2023. Bundesweit lag die Durchschnittsmiete Ende September leicht darunter bei 8,11 Euro pro Quadratmeter.

Die aktuelle Mietpreisbremse, die 2015 eingeführt wurde, um den Anstieg der Mieten in Ballungsräumen zu begrenzen, gilt bis Ende 2029. Vonovia-Chef Rolf Buch kritisiert die Regelung jedoch als "massiven Eingriff", der die Wohnungsnot noch verschärfe.

Buch argumentiert, dass die bestehenden Vorschriften Mieten willkürlich deckelten – selbst für gutverdienende Mieter in angespannten Wohnungsmärkten. Stattdessen schlägt er eine Neugestaltung vor, die nur einkommensschwache Haushalte schützt, während für andere marktgerechtere Mieten möglich wären.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Vorstoß für eine Reform kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Vonovia einen deutlichen finanziellen Aufschwung verzeichnet. Mit einem Gewinn von 3,4 Milliarden Euro pocht das Unternehmen darauf, dass Änderungen der Mietpreisbremse notwendig seien, um den Wohnungsmangel zu bekämpfen. Zwar bleibt das aktuelle System bis 2029 in Kraft, doch der Druck für Anpassungen wächst.

Quelle