28 June 2026, 16:25

Wähler in NRW setzen neue Prioritäten: Infrastruktur statt Migration im Fokus

Infratest: Bedeutende Verluste für die CDU in NRW - AfD auf Rekordhoch

Wähler in NRW setzen neue Prioritäten: Infrastruktur statt Migration im Fokus

In Nordrhein-Westfalen haben sich die Prioritäten der Wähler deutlich in Richtung Infrastruktur und Verkehr verschoben. Auch wirtschaftliche Sorgen nehmen zu, während immer weniger Bürger die finanzielle Lage des Landes positiv bewerten. Die politischen Parteien verzeichnen dadurch deutliche Veränderungen in ihrer Unterstützung.

Die Zufriedenheit mit der Landesregierung ist seit Februar auf 42 Prozent gesunken. Nur noch 22 Prozent bezeichnen die Wirtschaftslage als sehr gut oder gut – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Die Angst vor Arbeitsplatzverlust hat zugenommen: 16 Prozent der Beschäftigten fürchten sich vor Arbeitslosigkeit, sechs Punkte mehr als 2023.

Jeder vierte Einwohner überdenkt wegen der gestiegenen Kosten seine Reisepläne. Viele entscheiden sich für günstigere Trips oder sagen Urlaube ganz ab.

Die CDU unter Ministerpräsident Hendrik Wüst verlor drei Punkte und kommt nun auf 32 Prozent. Die SPD mit Spitzenkandidat Jochen Ott büßte ebenfalls drei Punkte ein und liegt bei 17 Prozent. Die Grünen legten zwei Punkte zu und erreichen 15 Prozent. Die FDP übersprang erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde und gewann einen Punkt hinzu. Gleichzeitig erreichte die AfD mit Rekordwerten 17 Prozent und liegt damit gleichauf mit der SPD als zweitstärkste Kraft.

Infrastruktur und Verkehr haben Migration als wichtigstes Wählerthema abgelöst. Die CDU bleibt zwar stärkste Partei, muss aber Verluste hinnehmen. Wirtschaftliche Ängste und politische Verschiebungen prägen derzeit die Stimmung im Land.

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