Wesels Oberbürgermeister und DGB besprechen Arbeitsmarkt und Wirtschaftswachstum
Cynthia MatthäiWesels Oberbürgermeister und DGB besprechen Arbeitsmarkt und Wirtschaftswachstum
Eine Delegation des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Niederrhein traf sich am 13. März 2026 mit Wesels Oberbürgermeister, um drängende arbeitsmarktpolitische und wirtschaftliche Fragen zu erörtern. Unter der Leitung von Angelika Wagner führte die Gruppe Gespräche mit Oberbürgermeister Rainer Benien über die wirtschaftliche Erholung der Stadt und die künftigen Herausforderungen.
Im Mittelpunkt des Treffens standen der Arbeitsmarkt in Wesel, das regionale Wirtschaftswachstum sowie die anhaltende Bewältigung der Pandemie-Folgen. Wie aus Daten der Bundesagentur für Arbeit Nordrhein-Westfalen hervorgeht, sank die Arbeitslosigkeit in der Stadt seit 2020 von 7,2 Prozent auf 5,8 Prozent im Jahr 2025. Diese positive Entwicklung ist vor allem auf die Expansion in den Bereichen Logistik und Fertigung zurückzuführen, aber auch auf den Strukturwandel hin zu qualifizierteren Tätigkeiten in den Branchen erneuerbare Energien und digitale Wirtschaft. In der Folge gingen Teilzeit- und Niedriglohnstellen laut regionalen Arbeitsmarktberichten um 12 Prozent zurück.
Oberbürgermeister Benien betonte die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Kommunalpolitik, Unternehmen und Gewerkschaften. Die DGB-Delegation unterstützte diese Forderung und plädierte für gemeinsame Anstrengungen, um qualitativ hochwertige Arbeitsplätze zu sichern, die Tarifbindung zu stärken und die Auswirkungen wirtschaftlicher Unsicherheiten auf die Beschäftigten abzufedern. Zudem hoben sie die Bedeutung sozialer Absicherung und nachhaltiger Wirtschaftspolitik hervor.
Die Gespräche fanden in einer konstruktiven Atmosphäre statt. Beide Seiten vereinbarten, die enge Kooperation auch künftig fortzuführen.
Das Treffen markiert den Auftakt für eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen der Weseler Stadtverwaltung und den Gewerkschaften. Schwerpunkte werden der Schutz von Arbeitsstandards, die Stärkung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit sowie die Anpassung an die sich wandelnden Anforderungen des Arbeitsmarktes sein. Konkrete Folgemaßnahmen sollen die erzielten Fortschritte weiter vertiefen.






