Wie Supermärkte uns zu unnötigen Spontankäufen verleiten – und wie man dagegensteuert
Songül EigenwilligEinkaufen sparen: Lohnt sich der Discounter, Loyalty-Apps? - Wie Supermärkte uns zu unnötigen Spontankäufen verleiten – und wie man dagegensteuert
Einkaufen kann schnell teurer werden als geplant. Über 60 Prozent der Kundinnen und Kunden geben zu, spontane Käufe zu tätigen, die sie eigentlich nicht brauchen. Zwar versprechen Supermarkt-Apps Rabatte, doch oft animieren sie auch zum Kauf zusätzlicher Artikel – oder sammeln im Gegenzug Daten über das Einkaufsverhalten.
Viele Verbraucher nutzen Treueprogramme, um zu sparen, doch die Ersparnisse fallen oft gering aus. Händler nutzen diese Apps, um Kaufgewohnheiten zu analysieren und bieten im Austausch personalisierte Angebote an. Das Ergebnis? Kundinnen und Kunden kaufen am Ende möglicherweise mehr von einem reduzierten Produkt, als sie ursprünglich vorhatten.
Preisvergleichs-Tools wie Smhaggle oder Kaufda helfen dabei, Schnäppchen in lokalen Prospekten zu finden. Dennoch bleibt es wichtig, die Preise pro Einheit – etwa pro Kilogramm oder Liter – zu prüfen. Durch „Shrinkflation“ werden Produkte manchmal kleiner, während der Preis gleich bleibt.
Lange Fahrten zu Discountern lohnen sich selten, um beim Lebensmitteleinkauf zu sparen. Besser ist es, Mahlzeiten im Voraus zu planen und eine einfache digitale Einkaufsliste zu nutzen – selbst über die „Notizen“-App. Elektronische Listen verhindern zudem Doppelskäufe und helfen, das Budget im Blick zu behalten.
Supermärkte bieten zwar echte Ersparnisse bei bestimmten Artikeln, doch Spontankäufe und datensammelnde Apps können diese Vorteile zunichtemachen. Ein strukturiertes Vorgehen – mit Meal-Prepping, Preisvergleichen pro Einheit und einer klaren Einkaufsliste – hilft, das Budget einzuhalten. Der Schlüssel liegt darin, sowohl Rabatte als auch die eigenen Ausgaben bewusst im Auge zu behalten.






