01 May 2026, 04:37

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – trotz Streit um Kinderbetreuung und Wohnungsbau

Tortendiagramm, das den Haushalt von Kalifornien für 2022-2023 nach Einkommen, Ausgaben und anderen finanziellen Zuordnungen aufschlüsselt.

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – trotz Streit um Kinderbetreuung und Wohnungsbau

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt 2026 in Rekordzeit verabschiedet – alle Fraktionen hielten ihre Wortbeiträge bewusst knapp. Die Entscheidung fiel nach wochenlangen Debatten, in denen die politischen Gruppen Prioritäten wie Wohnungsbau, Kinderbetreuungskosten und finanzielle Stabilität abwogen. Trotz unterschiedlicher Positionen zu einzelnen Maßnahmen wurde der Haushalt einstimmig angenommen und tritt im Juli in Kraft.

Den Auftakt bildete ein Sparvorschlag der SPD, der sich auf nicht essenzielle Ausgaben konzentrierte. Gleichzeitig setzte sich die Partei für familienfreundliche Maßnahmen ein, kritisierte jedoch die Streichung des Zuschusses für das "Deutschlandticket" für Studierende. Die Grünen unterstützten zwar den Haushalt, warnten aber vor der angespannten Haushaltslage der Stadt und forderten nachhaltige Lösungen.

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Ein zentraler Streitpunkt waren die Gebühren für die Kinderbetreuung. Eltern in Willich zeigten sich verärgert über geplante Erhöhungen, während der Jugendhilfeausschuss sowohl Geschwisterrabatte als auch eine stärkere jährliche Anpassung ablehnte. Der Rat beschloss schließlich, die aktuelle Regelung beizubehalten – also keine ermäßigten Gebühren für Geschwisterkinder – und erhöhte die jährliche Kostenanpassung von zwei auf drei Prozent, und zwar dauerhaft.

Beim Thema Wohnen setzte der Rat den "Bauturbo" ein, um den Bau bezahlbarer Wohnungen zu beschleunigen. Dieser Schritt fand Zustimmung bei der SPD, die jedoch auf eine ausgewogene Ausgabenpolitik pochte. Die endgültige Verabschiedung des Haushalts gelang, nachdem sich alle Fraktionen darauf verständigt hatten, ihre Redebeiträge auf fünf Minuten zu begrenzen – was eine zügige Abstimmung ermöglichte.

Der Haushalt 2026 wird im Juli rechtlich verbindlich. Die Kinderbetreuungsgebühren steigen dann jährlich um drei Prozent, und Geschwisterrabatte bleiben gestrichen. Gleichzeitig soll der "Bauturbo" den Wohnungsbau vorantreiben, doch die finanziellen Spielräume für künftige Planungen bleiben begrenzt.

Quelle