Zoff um Solingens Heidebad: Bürger fordern Transparenz und rasche Wiedereröffnung
Adelinde WalterZoff um Solingens Heidebad: Bürger fordern Transparenz und rasche Wiedereröffnung
In Solingen haben sich die politischen Spannungen wegen der anhaltenden Schließung des Heidebad-Freibads erneut zugespitzt. Anwohner und Bürgerinitiativen zeigen sich zunehmend verärgert, da die Ergebnisse der Kontaminationstests weiterhin unter Verschluss bleiben. Die Debatte dürfte sich weiter verschärfen, bis die Befunde veröffentlicht und ein Plan zur Wiedereröffnung vorgelegt werden.
Die Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS) wirft den lokalen Behörden vor, Informationen über die Schließung des Bads zurückzuhalten. Sie fordert vollständige Transparenz, darunter die Veröffentlichung der Testergebnisse, einen klaren Sanierungsplan sowie einen realistischen Zeitrahmen für die Wiedereröffnung.
Raphael Bender, der sportpolitische Sprecher der BfS, bezeichnete die Schließung als „völlig inakzeptabel“. Er vermutet eine gezielte Verzögerungstaktik, um eine dauerhafte Stilllegung des Heidebads zu erzwingen. Die Initiative warnte Politiker davor, Schritte einzuleiten, die die Zukunft des Bads gefährden könnten, und deutete an, dass mit politischem Widerstand zu rechnen sei, falls die Einrichtung erneut bedroht werde.
Die BfS betonte zudem die soziale Bedeutung des Heidebads. Das Bad biete günstige Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Familien, die sich keinen Urlaub leisten könnten, argumentiert die Gruppe. Ohne das Heidebad verlören viele den Zugang zu einer wichtigen Gemeinschaftseinrichtung.
Der Streit wird voraussichtlich anhalten, bis die Testergebnisse und eine Strategie zur Wiedereröffnung vorliegen. Die BfS setzt die lokalen Verantwortlichen weiterhin unter Druck, Rechenschaft abzulegen und zu handeln. Die Entscheidung wird darüber entscheiden, ob das Heidebad wieder öffnen kann – oder für immer geschlossen bleibt.






