Abass Baraou schreibt Boxgeschichte – jetzt zielt er auf den WBO-Titel
Cynthia MatthäiAbass Baraou schreibt Boxgeschichte – jetzt zielt er auf den WBO-Titel
Abass Baraou hat Geschichte geschrieben: Als erster deutscher Boxer seit 94 Jahren gewann er einen Weltmeisterschaftskampf auf US-amerikanischem Boden. Sein Sieg in New Orleans im vergangenen September beendete eine lange Durststrecke, die bis zu Max Schmeling triumphalem Erfolg im Jahr 1930 zurückreicht. Jetzt richtet der WBA-Superweltergewichtsweltmeister seinen Blick auf einen weiteren großen Kampf Anfang 2026.
Baraou sicherte sich den WBA-Titel im Superweltergewicht im September 2023 durch einen Sieg gegen Yoenis Tellez. Dieser Erfolg markierte einen Meilenstein für den deutschen Boxsport, da seit Schmeling legendärem Sieg über Jack Sharkey kein deutscher Kämpfer mehr einen WM-Titel auf US-Boden geholt hatte. Nach dem Kampf lief sein Vertrag mit Wasserman (ehemals Sauerland) aus, sodass er nun als Free Agent auftritt.
Der 29-Jährige ist derzeit der einzige aktive deutsche Boxweltmeister. Er hat bereits angekündigt, seinen Titel verteidigen und weitere Lorbeeren ernten zu wollen. Seine nächste Herausforderung steht am 31. Januar 2026 an, wenn er in San Juan, Puerto Rico, gegen Xander Zayas um den WBO-Gürtel im Superweltergewicht kämpft.
Bisher gelang es nur zwei Deutschen, Titel verschiedener großer Verbände zu vereinen: Dariusz "Tiger" Michalczewski und Sven Ottke. Baraou strebt nun an, dieser exklusiven Riege beizutreten, indem er Zayas besiegt und seine Spitzenposition in der Gewichtsklasse festigt.
Sein bevorstehender Kampf gegen Zayas wird entscheiden, ob er zum unangefochtenen Champion aufsteigt. Das Duell in Puerto Rico fügt seinem rasanten Aufstieg im Profiboxen ein weiteres Kapitel hinzu. Ohne festen Promoter bleibt seine Zukunft offen – doch sein Fokus liegt unerschütterlich darauf, einen weiteren Weltmeistertitel zu erringen.






