Dagmar Frederic kritisiert mangelnde Vielfalt im deutschen Schlager-Fernsehen
Adelinde WalterDagmar Frederic kritisiert mangelnde Vielfalt im deutschen Schlager-Fernsehen
Dagmar Frederic, seit über sechs Jahrzehnten eine Institution der Schlagerszene, hat sich erneut zum Zustand der deutschen Musik-Fernsehformate geäußert. Bekannt für ihre scharfsinnigen Kommentare, kritisierte sie jüngst den Mangel an neuen Gesichtern in beliebten Sendungen – verteidigte aber gleichzeitig etablierte Moderatoren wie Florian Silbereisen und Giovanni Zarrella.
Erstmals Schlagzeilen machte Frederic 2018, als sie erklärte, sie werde niemandem "nach dem Mund reden", um TV-Auftritte zu ergattern. Trotz ihrer langen Karriere war sie nie in Shows von Andrea Kiewel oder Silbereisen zu Gast. Statt die Moderatoren verantwortlich zu machen, sieht sie die Redaktionen in der Pflicht, die immer wieder dieselben Stars einladen.
Mit 79 Jahren ist die Künstlerin weiterhin aktiv und steht bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne. Bei ihren jüngsten Äußerungen glänzte sie auch mit einer humorvollen Bemerkung über ihren Ehemann – und bleibt damit präsenter denn je im öffentlichen Bewusstsein. Unterdessen dominieren Formate wie Deutschland sucht den Superstar (DSDS) weiterhin die Quoten; die neuen Folgen für 2026 sind bereits auf RTL abrufbar.
Frederics Kritik offenbart ein strukturelles Problem des deutschen Schlager-Fernsehens: Bewährte Namen werden oft gegenüber Nachwuchstalenten bevorzugt. Doch die Sängerin stellt klar, dass nicht die Moderatoren schuld seien, sondern die Entscheidungen hinter den Kulissen. Ihre Karriere umfasst mehr als 60 Jahre, doch von Ruhestand ist keine Rede. Mit ihren ungebremsten Auftritten und klaren Worten bleibt sie eine der prägendsten Stimmen der Schlagerszene – und unterstreicht damit die anhaltende Debatte über Vielfalt im deutschen Musikfernsehen.






